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RSV Lahn-Dill bei Köln 99ers erst verunsichert, dann unaufhaltbar
1. Rollstuhl Basketball-Bundesliga: RBC Koeln99ers vs. RSV Lahn-Dill am 31.10.2026 in der Sporthalle Bergischer Ring, in Koeln (Nordrhein-Westfalen)
Rose Hollermann gelingen 26 Punkte. © Gero Mueller-Laschet

Der RSV Lahn-Dill hat am Samstag bei den Köln 99ers gezeigt, wie’s gehen kann. Beim 85:67-Sieg stach Rose Hollermann heraus.

Der RSV Lahn-Dill hat nach der Heimniederlage gegen Wiesbaden mit seiner bisher besten Saisonleistung zurück in die Erfolgsspur gefunden. Bei den Köln 99ers holte das Team in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga einen souverän herausgespielten 85:67 (36:30)-Sieg. Aus einer mannschaftlich geschlossenen Leistung ragte US-Weltmeisterin Rose Hollermann (26 Punkte) heraus.

Zu Beginn merkte man den Wetzlarern die leichte Verunsicherung nach der Niederlage an. Zudem traten immer wieder deutliche Lücken in der eigenen Verteidigung ans Tageslicht, die es den Kölnern oftmals viel zu einfach machten, zu treffen. Auch die Wurfquote war ausbaufähig.

RSV Lahn-Dill setzt sich vor der Pause ab

So verlief die Partie vor der Halbzeit auf Augenhöhe, mal lagen die Gäste aus Mittelhessen wie beim Dreipunktespiel von Julian Lammering mit 13:12 (9.) in Front, mal die rheinischen Hausherren wie beim 22:19 (13.). Erst kurz vor der Halbzeitsirene gelang es dem RSV, sich abzusetzen, als Rose Hollermann und Thomas Böhme aus einem 24:26 (17.) binnen drei Minuten ein 35:28 (20.) machten.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Lahn-Diller ihre bis dato beste Saisonleistung, agierten aggressiv in der Verteidigung und ließen in der Offensive den Ball schnell und sicher laufen. So kam Hollermann immer wieder tief auf der rechten Seite zu freien Wurfoptionen, die sie am Ende mit 68 Prozent Trefferquote ausschöpfte. Auch ihre Kollegen, der polnische Neuzugang Krzysztof Kozaryna mit 62 Prozent und Julian Lammering mit 71 Prozent, trafen nun aus fast allen Lagen – Finlay Erskine gelangen an seinem 21. Geburtstag sogar fünf Treffer aus fünf Versuchen.

Sieg am Ende ungefährdet

So steuerte der RSV Lahn-Dill bereits beim 47:33 (24.) durch Max Lammering einem souveränen Erfolg entgegen. Köln ließ noch mal sein Können aufblitzen, als der Japaner Ryuga Akaishi mit sieben Punkten in Serie auf 56:61 verkürzte. Doch der RSV-Express rollte nun und spielte mit schnellen Ballstafetten Katz und Maus mit der rheinischen Defensive. Am Ende sprach auch die Statistik eine klare Sprache: Mit 38:24 Rebounds besaß der RSV eine Lufthoheit und zeigte mit 28 Assists eine spielfreudige und mannschaftsdienliche Spielweise.

Für den RSV Lahn-Dill gilt es nun, mit dieser Leistung selbstbewusst in das erste Duell der Saison gegen die Thuringia Bulls zu gehen, das am kommenden Sonntag in der Wetzlarer Buderus-Arena steigen wird.

Köln: Kodal (21), Akaishi (19/1 Dreier), Reier (16/2), Keiser (6), Bergenthal (3), Lassana (2), Akbay, Jachmich, Kawahara, Miizan.

Lahn-Dill: Hollermann (26), Böhme (11), Julian Lammering (11), Güntner (10), Kozaryna (10), Erskine (9), Max Lammering (8), Dunn, Zantinge, Siebuhr.

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