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Der Schock nach dem Zusammenbruch von Vincent Kompany sitzt tief. Ein Kommentar zur Lage des gebeutelten FC Bayern.
München – Die Repräsentanz „Käfer“ ist für die Bosse des FC Bayern ein bekanntes Pflaster. Erst am Mittwoch war man zu Gast, traditionell lädt der FC Bayern seine Champions-League-Gäste vor Heimspielen zum Mittagessen ein. Aber als bei herrlicher Speis und edlem Trank über die anstehende Partie und den eingetüteten Viessmann-Deal gesprochen wurde, konnte noch niemand ahnen, dass ein paar Tage später im unten liegenden Feinkostladen ein großes Genesungspaket gekauft werden müsste.
Uli Hoeneß brachte es am Samstag persönlich ins Klinikum. Also dorthin, wo Vincent Kompany lag – nachdem er zusammengebrochen war. Egal, wo man sich im Verein in den vergangenen Tagen umgehört hat: Man spürte den Schock bei allen. Bei denjenigen, die den Vorfall live miterleben mussten; bei denjenigen, die über den Flurfunk in den Minuten nach Kompanys Abtransport mit Blaulicht informiert wurden.
Ein Ereignis wie dieses nimmt mit, bewegt, lässt niemanden unberührt. Und dass gerade der Mann Opfer seines eigenen Körpers wurde, der Menschen als Vorbild auf so vielen Ebenen anspricht und berührt, verstärkte den Effekt. Der Herzstillstand von Christian Eriksen, der Tod der Tochter von PSG-Trainer Luis Enrique, nun Kompany: Fußballstars sind genauso verletzlich wie alle anderen Menschen.
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Und lässt man den Blick auf den FC Bayern gerichtet, darf man die tragischen Ereignisse schon zum Anlass nehmen, alle Seiten kritisch zu hinterfragen. Schon die Musiala-Diagnose und der Trauerfall in Joshua Kimmichs Familie haben ihren Effekt in der aktuell vom Schicksal gebeutelten Bayern-Welt gehabt, Kompanys Zusammenbruch tut sein Übriges.
Man fragt sich schon, ob ein Ausfall vor einem Top-Spiel, eine Niederlage, ein Torwart-Wechsel wirklich so wichtig sind, dass Trainer in München zu Burn-out-Patienten werden (Hitzfeld), in Rekordzeit ergrauen (Guardiola) oder sich krank arbeiten (Kompany)? Auch wenn es jeder weiß, sollte den Protagonisten der knallharten Blase jetzt noch bewusster sein: Es kann jeden erwischen – und es gibt Dinge, die so viel wichtiger sind als Fußball.