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Mit nur fünf Verteidigern: Niederlagenserie ist beendet: Die Eisbären gwinnen in Dresden nach Rückstand deutlich
Die Eisbären aus Regensburg (hier Guillaume Naud, Jeremy Bracco, Pascal Zerressen und Kevin Slezak/von links) bejubeln in Dresden einen überraschend deutlichen Sieg. - Foto: Julia Peter

Die Serie von vier Niederlagen ist beendet. Mit einem 6:2 (1:1, 3:1, 2:0) vor 4132 Zuschauer am Kids Day beim DEL-Absteiger Dresdner Eislöwen meldete sich Eishockey-Zweitligist Eisbären Regensburg zurück. Im nächsten Heimspiel am Freitag (20 Uhr) wartet auf die Eisbären gleich der nächste Brocken, wenn Tabellenführer Düsseldorf in der Donau-Arena aufkreuzt.

Da Oskar Autio ins Tor der Eisbären zurückkehrte, war klar, dass wieder ein Kontingentspieler auf dem Feld pausieren musste. Es traf erneut Tyler Ward. Vor allem aber fehlte neben dem verletzten Nick Mähler auch noch der angeschlagene Patrick Demetz in der Abwehr, sodass Trainer Peter Flache diesmal gegen den zweitbesten DEL-2-Angriff aus Dresden nur noch fünf Verteidiger zur Verfügung standen. Dafür war Dmitrij Haberling zurück im Aufgebot, während Marks Jirgensons wieder für Passau in der Oberliga auflief.

Neben Ontl feiert auch Hauner ein Jubiläum

In den Jubiläumsspielen für Constantin Ontl (400. Spiel im Eisbärentrikot) und Norman Hauner (450. Zweitligaspiel für Bremerhaven, Rosenheim, Ravensburg, Bietigheim und jetzt Regensburg) ging es schlecht los. Nach 104 Sekunden hatte Eislöwen-Goldhelm Adam Helewka keine Mühe unbewacht seine Chance zu nutzen, um Oskar Autio zu überwinden (1:44).

Trotz der eiskalten Startdusche kämpften sich die Eisbären nach und nach zurück ins Spiel. Der Lohn war der Ausgleich nach 13:26 Minuten, als wieder einmal das Zusammenspiel von Jeremy Bracco und Kevin Slezak Früchte trug. Letzterer fälschte einen Bracco-Pass erst ab und verwertete schließlich den Abpraller von Eislöwen-Torwart Marvin Berbner.

Beim Gestängetreffer von Tyson Spink (17:10) brauchten die Regensburger dann Glück, als die Hausherren das Kommando wieder übernommen hatten. „Wir haben erst nach dem Gegentor angefangen zu spielen und wollen da jetzt weitermachen“, fasste Kevin Slezak die Geschehnisse am Mikron bei sporteurope.tv zusammen. „Wir haben nur fünf Verteidiger. Da müssen wir ihnen gut helfen und hart spielen.“ Lesen Sie hier den Bericht zur Heimniederlage vom Freitag gegen Kassel.

Allerdings gerieten die Eisbären nach 24:30 Minuten erneut in Rückstand, als Dresden nach 26 Sekunden Powerplay die allererste Überzahlchance der Partie durch den Schlagschuss von Verteidiger David Suvanto zum 2:1 nutzte. Diesmal dauerte es aber nur 112 Sekunden bis zum Ausgleich. Norman Hauner eroberte an der eigenen blauen Linie die Scheibe, zog auf und davon und schloss den Konter erfolgreich zu seinem vierten Saisontreffer ab.

Es kam noch besser: Auch die Eisbären brauchten nämlich nur 34 Sekunden ihrer ersten Überzahlchance, dann traf Verteidiger Cody Haiskanen, dem bisher noch das Schussglück gefehlt hatte, zur ersten Regensburger Führung. Dresden erhöhte den Druck, hatte seine Chancen, traf aber nicht ins Tor. Im Gegenteil: Bei einem weiteren Konter zog Corey Trivino auf und davon, kam zwar nicht an Berbner vorbei, doch das gelang Kevin Slezak (38:55). „Das 2:4 ist unnötig“, befand David Suvanto vor der sporteurope.tv-Kamera. „Aber das ist Hockey.“

Vier Faustkämpfer wandern auf die Strafbank

Noch unnötiger werden es die Dresdner gefunden haben, dass Cody Haiskanen nach knapp vier Minuten im Schlussdrittel mit einem überlegten Schuss zum 5:2 die Karten der Regensburger, die Niederlagenserie zu beenden, noch weiter verbesserte. Die Eisbären warfen sich jetzt in die Schüsse, auch bei einer Trivino-Strafe. Dazu hatte Sam Payeur die Chance,. für die Entscheidung zu sorgen, traf aber nur die Latte (49:30). 7:35 Minuten vor Schluss mündete eine Rangelei vor Autio in mit Fünfminutenstrafen geahndeten Faustkämpfen von Guillaume Naud und Dmitri Haberling gegen Adam Helewka und Oliver Granz. Nach Hauners Strafzeit 5:12 Minuten vor Ende versuchte es Dresden ohne Torwart und mit 6:4-Überzahl, doch Payeur beendete alle Ambetionen der Eislöwen mit dem 6:2 ins leere Tor.

Statistik: Dresden - Regensburg (1:1, 1:3, 0:2)

Dresdner Eislöwen: Berbner – Mac-Kinnon, Krüger; Suvanto, Riedl; Granz, Kreutzer; Ficenec – Ahlroth, Helewka, Nijenhuis; Gorcik, Andres, Fox; Tyson Spink, Tylor Spink, Sykora; Hendreschke, LeBlanc, Buschbeck

Eisbären Regensburg: Autio – Naud, Haiskanen; Marian Bauer, Zerressen; Binder – Hauner, Trivino, Payeur; Bracco, Peter, Slezak; Ontl, Vause, Langmeier; Haberling, Yannic Bauer, Angaran

Tore: 1:0 (1:44) Helewka (MacKinnon), 1:1 (13:26) Slezak (Bracco-Zerressen), 2:1 (24:30) Suvanto (Nijenhuis-Ahlroth bei 5-4), 2:2 (26:22) Hauner (Payeur), 2:3 (28:14) Haiskanen (Bracco bei 5-4), 2:4 (37:55) Slezak (Trivino), 2:5 (43:51) Haiskanen (Peter-Bracco), 2:6 (57:02) Payeur (Hauner-Trivino bei 5-6 ins leere Tor); Schiedsrichter: Vladislav Gossmann/ Chris Otten. – Zuschauer: 4132. – Strafminuten: Dresden 4 + je 5 für Helewka und Granz (52:25) – Regensburg 10 + je 5 für Naud und Haberling (52:25)

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