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Schlimmer als ManCity? Ex-Premier-League-Boss attackiert Chelsea
Eden Hazard
© Michael Regan / Getty Images

Manchester City steht wegen der Finanzaffäre im Dauerfeuer der Kritik. Ein früherer Premier-League-Klubchef nimmt auch einen Londoner Klub ins Visier.

Ist nicht Manchester City, sondern Chelsea der schwerwiegendere Fall in Sachen Finanzverstöße in der Premier League? Diese Position vertritt Simon Jordan, früher Vorsitzender bei Crystal Palace, inzwischen TV-Experte.

"Chelsea ist der größere und schlimmere Regelbrecher. Warum gibt es in der Öffentlichkeit keine Wutäußerungen über Chelsea? Chelsea durfte tun, was Manchester City nie erlaubt wurde – und danach haben sie immer noch betrogen", zitiert ihn SPORT BILD unter Berufung auf den Mirror.

Hintergrund sind Zahlungen zwischen 2011 und 2018, die Chelsea über Drittparteien abwickelte und nicht ordnungsgemäß meldete. Knapp 60 Millionen Euro waren betroffen, dazu mehrere verschleierte Transfers.

Hazard, Schürrle und Matic in den Akten

Die Liste der betroffenen Wechsel liest sich prominent: Eden Hazard (35), Willian, Ramires, David Luiz, Andre Schürrle (35), Nemanja Matic und Samuel Eto'o. Auch der frühere Sportdirektor Frank Arnesen und Scout Piet de Visser sollen Geld erhalten haben, drei weitere Spielernamen blieben unveröffentlicht.

Eden Hazard
© Marco Iacobucci Epp / Shutterstock.com

Hazard war 2012 für 35 Millionen Euro aus Lille gekommen und 2019 für 120 Millionen Euro an Real Madrid weiterverkauft worden – bis heute einer der größten Transfererlöse der Klubgeschichte.

Anfang des Jahres räumte Chelsea die Verstöße aus der Abramovich-Zeit ein. Die Strafe: 12,8 Millionen Euro, eine einjährige Transfersperre zur Bewährung, neun Monate Registrierungssperre für neue Nachwuchsspieler und knapp 900.000 Euro für Vergehen im Jugendbereich.

Die Premier League hielt fest, dass die Londoner auch bei korrekter Meldung die Profitabilitätsregeln nicht verletzt hätten. Weil der Klub selbst anzeigte und kooperierte, fiel die Sanktion milde aus.

Strafmaß gegen City steht aus

Bei Manchester City steht das Strafmaß weiter aus. Die Skyblues wurden in 114 von 115 Anklagepunkten schuldig gesprochen, legten Berufung ein und weisen jedes Fehlverhalten zurück.

Sportlich beeindruckt der Wirbel die Mannschaft offenbar nicht nicht: Unter Enzo Maresca (46) stehen sieben Siege aus sieben Premier League-Spielen und 21 Punkte zu Buche, Platz eins. In der Champions League kassierte man gegen PSG eine Niederlage, holte aber bereits zwei Siege.

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