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Ohne Kompany und Kimmich: "Schwer, an Fußball zu denken": FCB trotzt seinen Sorgen

Beim FC Bayern rückte der Fußball in den vergangenen Tagen in den Hintergrund. Nach den Sorgen um Vincent Kompany und einem Trauerfall in Joshua Kimmichs Familie setzte die Mannschaft beim 3:1 in Freiburg ein Zeichen des Zusammenhalts.

Die sportlichen Zahlen dürften am Sonntagabend beim FC Bayern eher eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Der 3:1-Auswärtssieg gegen den SC Freiburg, die drei erzielten Tore und Serge Gnabrys 100. Treffer für die Münchner rückten angesichts der Ereignisse der vergangenen Tage in den Hintergrund. Denn derzeit geht es beim deutschen Rekordmeister um weit mehr als Fußball.

Trainer Vincent Kompany war wenige Tage vor dem Bundesliga-Duell zusammengebrochen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, er dürfte dem Verein wochenlang fehlen. Joshua Kimmich pausiert derweil aufgrund eines Trauerfalls in seiner engsten Familie. Der Verein sah sich plötzlich mit zahlreichen belastenden Nachrichten und persönlichen Sorgen konfrontiert.

Gnabry: "Zeigt, dass wir Charakter haben"

Unter schwierigen Voraussetzungen gelang den Münchnern dennoch ein Auswärtssieg. Ohne Kompany an der Seitenlinie, ohne Kimmich auf dem Platz und mit mehreren verletzungsbedingten Ausfällen – Luis Díaz, Manuel Neuer, Min-jae Kim, Jamal Musiala und Aleksandar Pavlović standen allesamt nicht zur Verfügung – bewies die Mannschaft Zusammenhalt und Widerstandsfähigkeit.

"Das zeigt, dass wir Charakter haben, dass wir zusammenhalten, dass wir uns auch in einer schwierigen Phase nicht hängen lassen", sagte Torschütze Serge Gnabry nach der Partie am ARD-Mikrofon. Obwohl das Sportliche in den Hintergrund gerückt sei, "helfen die drei Punkte allen, die zuhause sind, denen es nicht so gut geht", sagte Gnabry weiter.

Auch Co-Trainer Aaron Danks, der Kompany an der Seitenlinie vertrat, betonte die besondere Bedeutung des Erfolgs. "Es war eine schwierige Woche mit vielen Herausforderungen", erklärte der Engländer. Die Mannschaft habe großen Teamgeist gezeigt und sei noch enger zusammengerückt. Deshalb sei der Sieg unter diesen Umständen besonders wertvoll gewesen.

Co-Trainer Danks: "War schwierig, an Fußball zu denken"

Viele der Ereignisse der vergangenen Tage habe der FC Bayern nicht beeinflussen können, sie hätten den Verein aber stark beschäftigt. Umso wichtiger sei es gewesen, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die in der eigenen Hand lagen, sagte Danks. "Aber die Spieler haben den Fokus einfach weiter auf das gerichtet, was sie kontrollieren konnten."

Zugleich machte der Co-Trainer deutlich, dass Fußball angesichts der persönlichen Schicksalsschläge zunächst in den Hintergrund gerückt war. "Es gab Momente, da war es schwierig, an Fußball zu denken. Die Gesundheit und das, was Menschen erleben mussten, standen im Vordergrund." Erst als klar gewesen sei, dass Kompany im Krankenhaus in Sicherheit und Kimmich bei seiner Familie war, habe die Mannschaft ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Sportliche richten können.

Danks erhielt Nachricht von Vincent Kompany

Vor dem Spiel hatte Danks keinen Kontakt zu Kompany gehabt. Nach dem Abpfiff wartete jedoch eine Nachricht des Cheftrainers auf ihn. "Als ich nach dem Spiel mein Handy geöffnet habe, hatte ich eine Nachricht von ihm drauf, in der er schrieb: 'Gut gemacht, Jungs.'" Danks ließ es sich nicht nehmen, seinem Chef eine Antwort zu schicken: "Jetzt ruhst du dich aus"– ergänzt um ein Kuss-Emoji.

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Quelle: Blickpunkt Sport 25.10.2026 - 20:45 Uhr

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