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Lennart Karl (18) ist derzeit eine der am meistdiskutierten Personalien beim FC Bayern. Zwischen seinem Berater Michael Ballack und FCB-Sportvorstand Max Eberl herrscht ein öffentlicher Disput, nachdem dieser und Uli Hoeneß die Außendarstellung des Offensivjuwels kritisiert hatten. Den Verantwortlichen missfällt aber offenbar noch mehr: Laut der ‚Bild‘ „wurden auch seine Trainingsleistungen in den vergangenen Wochen durchaus kritisch beobachtet“. Gegen Borussia Dortmund (2:2) wurde Karl trotz der vielen Ausfälle erst ganz spät eingewechselt. „Rätsel um Karl“, titelt die ‚Bild‘ daher.
Bayerns Interimstrainer Aaron Danks erläuterte die Entscheidung wie folgt: „Lennart kam in der zweiten Halbzeit rein – also, wir haben ihm in einem solch wichtigen Spiel vertraut. Er kam für Michael Olise auf der rechten Seite und hat genau die gleiche Rolle gespielt. Vorher haben wir Alphonso Davies auf der linken Seite nach vorne gezogen – das war eine gute Wahl in den letzten Wochen. Nathaniel Brown hat auf der Angriffsposition gegen Dortmund im Supercup gespielt – deswegen haben wir ihn auf der Position gebracht. Das ist nichts gegen Lenny. Lenny ist der Top-Spieler. Er kam auf den Platz und hatte einen tollen Moment am Ende, als er die Latte traf. Das ist wirklich positiv für ihn.“
Mit einer guten Leistung und etwas Spielglück sicherten sich die Dortmunder beim Duell gegen die Bayern einen Auswärtspunkt. Bei seiner Formation sorgte Niko Kovac durchaus für eine Überraschung, setzte der BVB-Coach doch auf eine Vierer- statt wie sonst üblich auf eine Fünferkette.
„BVB kommt in München mit Viererkette zum Erfolg“, bilanzieren die ‚Ruhr Nachrichten‘. Die regionale Tageszeitung spricht von einem „Dortmunder Experiment mit Perspektive“. Torhüter Gregor Kobel (28) schwärmte schon unmittelbar nach Abpfiff bei ‚Sky‘: „Niko hat einen geilen Schachzug gehabt mit der Viererkette.“ Es scheint offenbar alles andere als ausgeschlossen, dass wir diese beim BVB künftig öfter sehen werden.