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Ein dritter Platz ist kein schlechtes Ergebnis, doch für Iker Lecuona ist es ein Rückschlag. Denn seit dem Europaauftakt der Superbike-WM 2026 in Portimão war der Spanier nie schlechter als Zweiter. In Donington Park fuhr der Ducati-Werkspilot seinen ersten Sieg ein und feierte in Cremona sogar einen Hattrick.
Doch ausgerechnet bei seinem Heimrennen in Jerez muss Lecuona neidlos anerkennen, dass sein Markenkollege Sam Lowes vom Kundenteam Marc VDS stärker war. Der Engländer war Zweiter der Superpole und kreuzte im ersten Lauf 1,2 sec vor dem 26-Jährigen auf Platz 2 über die Ziellinie.
«Gegen Rennende war ich etwas schneller als Sam, aber eben nicht zu Beginn. Deshalb war sein Vorsprung groß genug, um den zweiten Platz ins Ziel zu bringen – er war einfach etwas besser und ich freue mich für ihn», beteuerte Lecuona im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Von mir selbst kann ich das nicht behaupten. Ich verstehe nicht, was mit dem Bike los war. Hier hatten wir am Anfang Probleme und waren am Ende stärker, aber davor in Estoril war es genau umgekehrt. Irgendwie haben wir jedes Mal ein etwas anderes Problem, was mich etwas frustriert.»
Lecuona wählte einen härteren Vorderreifen als Lowes, aber der Reifenverschleiß machte sich auch bei ihm negativ bemerkbar. «Was mich irritiert: Obwohl ich vorsichtig war und nicht übermäßig gepusht habe, war mein Reifen nach vier Reifen schon ordentlich strapaziert», wunderte sich der Ducati-Werkspilot. «Sam hat mehr attackiert als ich, also habe ich ihn mit Nicolò ziehen lassen. Ich wollte abwarten, bis sich der Reifenverschleiß bei ihm bemerkbar macht – und dann musste ich feststellen, dass ich selbst ein Problem habe. Am Ende waren wir ja gar nicht so weit von Nicolò entfernt. Aber ich spürte, dass ich die Reifen trotz aller Vorsicht nicht managen konnte. Dabei bin ich normalerweise ein Fahrer, der mit den Reifen schonend umgeht. Wir müssen herausfinden, wieso das so ist.»
Am Sonntag drohen Regenschauer und Gewitter, das Saisonfinale zu beeinflussen. Über viel Erfahrung mit der Ducati V4R verfügt Lecuona bei solchen Bedingungen nicht. «Schon am Samstag lag der Regen in der Luft», bemerkte der Spanier. «Es wird dann wohl mein zweites Regenrennen mit dem Bike. In Australien kam ich recht gut damit zurecht. Auf jeden Fall denke ich dann weniger an das Podium, sondern daran, die Saison ohne Fehler und Sturz zu Ende zu bringen.»