Zurück
Die Vorfreude auf das Aufeinandertreffen von MotoGP-Legende Valentino Rossi und Formel-1-Star Max Verstappen bei der GT World Challenge Europe war nicht nur bei den Beteiligten gross. Schliesslich treten die beiden Grössen des Motorsports in Portimão erstmals im gleichen Rennen an. Vor dem Start des Rennwochenendes sagte der neunfache Motorrad-Champion im Gespräch mit «Sky Italia»: «Das wird fabelhaft, aber gleichzeitig wird Max Verstappen zu einem Riesen-Problem, weil der Kerl einfach so sauschnell ist.»
Zu einem Treffen auf der Strecke wird es aber wohl nicht kommen, denn das Qualifying endete für den Zweirad-Helden enttäuschend. Rossi schaffte zwar eine gute Rundenzeit, diese wurde ihm aber wegen Missachtung der Streckengrenzen wieder gestrichen. Deshalb wird Rossi zusammen mit seinen Teamkollegen Max Hesse und Neil Verhagen von Startplatz 59 losfahren müssen, während Verstappen mit Ben Barnicoat und Chris Lulham von Position 14 ins 3h-Rennen steigen darf.
Im «Sky Italia»-Interview bedauerte Rossi: «Wir sind sehr, sehr enttäuscht, denn die Runde war gut, das Wetter war gut und die Zeit hätte es uns erlaubt, in unmittelbarer Nähe von Verstappen und auch von unseren Teamkollegen mit der Startnummer 32 zu starten. Es wäre also eine gute Qualifying-Session gewesen.»
Doch die gestrichene Rundenzeit und die Tatsache, dass er nach seiner guten Runde keinen weiteren Versuch unternommen hatte, verhinderte die gute Ausgangslage. «Ehrlich gesagt hatte ich damit gerechnet. da ich mir in allen riskanten Kurven immer ein wenig Spielraum gelassen hatte, aber in Kurve 4 habe ich die Streckengrenze ganz leicht überschritten. Ich war nah an einem anderen Auto dran, also bin ich etwas weiter aussen gefahren, und dadurch kam es zur Überschreitung», schilderte Rossi.
«Das Problem war, dass ich, da ich eine gute Runde gefahren war, zwar noch eine weitere Runde zur Verfügung hatte, aber ich befand mich hinter einem anderen Auto und wurde langsamer, weil ich mir dachte: 'Ich habe bereits eine Rundenzeit, und ich werde sowieso Zeit verlieren, wenn ich versuche, ihn zu überholen.' Wir standen am Ende ohne Zeit da und werden weit hinten starten. Es ist schade, wir hätten gegen Verstappen kämpfen können, da wir ganz nah dran waren, und das wäre grossartig gewesen. Aber stattdessen ist es nun so gekommen», seufzte der 47-jährige Italiener.