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Fußball-Profi (†30) tot: „Mörder“-Rufe und brutale Hetzjagd gegen Torwart nach Horror-Foul
Jesus Owono Jesús de Miguel Alameda Tod CD Teneriffa
Nach dem Tod von Jesús de Miguel Alameda (rechts oben) hat die Polizei Ermittlungen gegen Torwart Jesus Owono eingeleitet. © dpa/CD Tenerife (Montage)

Der tragische Tod von Jesús de Miguel Alameda (†30) hat die Fußballwelt in einen Schockzustand versetzt. Parallel dazu ist eine regelrechte Hetzjagd auf den „Verursacher“ entbrannt. Auch Polizei und Staatsanwaltschaft sind inzwischen involviert – und ermitteln gegen Torwart Jesús Owono.

Santa Cruz de Tenerife/Andorra la Vella – So wurde inzwischen die Mordkommission der Nationalpolizei in Santa Cruz de Tenerife eingeschaltet und untersucht nach Angaben des Sportinformationsdienstes (SID) den Vorfall. Gegen Keeper Onowo werde wegen des Anfangsverdachtes der fahrlässigen Tötung ermittelt, wie es weiter hieß. Allerdings wurde ganz klar herausgestellt: Eine strafrechtliche Schuld des Torwarts werde damit nicht festgestellt!

Hetzjagd auf Torwart im Internet

Im Internet ist derweil eine regelrechte Hetzjagd auf den Schlussmann des FC Andorra losgegangen. Owono wurde im Internet schwer beschimpft und angefeindet – und hat laut spanischen Medienberichten inzwischen sogar seinen Instagram-Account gelöscht. Zahlreiche Fans forderten sogar eine Gefängnisstrafe. Nach dem Horror-Foul auf Teneriffa wurde Owono außerdem von den Fans schon im Stadion als „Mörder“ beschimpft. Zu diesem Zeitpunkt kämpften Ärzte und Sanitäter noch um das Leben von Jesús de Miguel Alameda (†30).

Der schreckliche Zusammenstoß hatte sich am Montagabend (2. November) in der Nachspielzeit der Zweitliga-Partie zwischen CD Teneriffa und dem FC Andorra ereignet. rosenheim24.de hatte bereits berichtet. Owono war weit aus seinem Tor herausgelaufen und hatte de Miguel nahe der Mittellinie brutal umgerannt. Der Stürmer brach zusammen und musste medizinisch versorgt werden. Der Schiedsrichter zeigte dem Torwart die Rote Karte und brach die Begegnung beim Stand von 2:2 ab.

Zahlreiche Superstars melden sich zu Wort

Der Stürmer erlitt dabei einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Rettungskräfte belebten ihn wieder. Zunächst atmete er selbstständig, war aber bewusstlos. CD Teneriffa bezeichnete seinen Zustand zunächst als ernst, aber stabil. Am Dienstagmorgen meldete der Verein eine neurologische Verschlechterung, wenig später gab er den Tod des Spielers bekannt.

Der tragische Tod des Stürmers sorgte auf der ganzen Welt für Entsetzen. Die UEFA ordnete für die anstehenden Europacup-Spiele in dieser Woche kurzfristig eine Schweigeminute in allen Stadien an. Auch zahlreiche Superstars haben sich geäußert. „So viel Trauer. Mir fehlen die Worte“, schrieb Frankreich-Superstar Kylian Mbappé bei Instagram. „Ich bin mit dem Herzen bei euch“, kommentierte Ex-Tennisprofi Rafael Nadal. Ex-Barcelona-Star Lúis Suarez kommentierte bei Instagram: „Ruhe in Frieden, Kraft für deine ganze Familie und für alle Fans!“ (mw)

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