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„Schon eine Ehre“: Olympiasieger und Bürgermeister absolvieren erste Fahrt auf Kunsteisbahn am Königssee
Doppel-Olympiasieger Johannes Lochner und der Bürgermeister von Schönau a. Königssee, Stefan Kraus, bei der Analyse ihrer ersten Fahrt. - Foto: Klaus Listl

Fünf Jahre lang stand die Kunsteisbahn in Schönau am Königssee (Landkreis Berchtesgadener Land) still. Seit Montag rasen die ersten Schlitten wieder durch den Eiskanal. Für die Premierenfahrt gab es eine besondere Besetzung: Doppel-Olympiasieger Johannes Lochner am Steuer, Bürgermeister Stefan Kraus als Bremser. Ein Moment, auf den Sportler und Verantwortliche lange gewartet haben. Die Athleten sind jedenfalls von der wiederaugebauten Anlage begeistert.

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Von diesem Ereignis berichtet Lotto Eisarena in einer Pressemitteilung. Im Ziel zeigte sich der Schönauer Johannes Lochner begeistert. „Jetzt ist es nach fünf Jahren endlich wieder losgegangen. Zwischenzeitlich habe ich schon nicht mehr daran geglaubt. Jetzt als Erster runterfahren zu dürfen, ist schon eine Ehre und das mit diesem super Bremser“, wird er in der Mitteilung zitiert.

Voller Euphorie war auch Bürgermeister Stefan Kraus: „Es ist beeindruckend, was da für Kräfte auf die Athleten einwirken.“ Gleichzeitig bleibt ihm nur eins zu sagen: „Es ist Zeit geworden, dass wir wieder fahren am Königssee.“

Auch die weiteren Athleten, die einen Testlauf auf der neuen Eisbahn absolviert haben, zeigten sich begeistert. „Es war sehr schön, Königssee hat mir immer schon getaugt“, verrät Skeletoni Hannah Neise. „Jetzt war ich schon ein bisschen nervös vor dem ersten Lauf, aber die Bahn steht gut, macht mega Spaß.“

Es war unglaublich

Ihr Teampartner Felix Keisinger wird noch deutlicher: „Es war unglaublich. Wir haben uns fünf Jahre darauf gefreut, jedes Mal wieder darauf gehofft, dass es bald so weit ist, dass wir wieder runterfahren können. Das erste Mal jetzt wieder diese Gerade zu fahren, die wirklich ganz einzigartig auf der ganzen Welt ist, hat unglaublich viel Spaß gemacht. Das Eis ist von Tag eins an brutal gut und einfach mit keiner anderen Bahn der Welt zu vergleichen.“

Wiederaufbau kostet 58,5 Millionen Euro

Nach einer Flutkatastrophe im Juli 2021 war die Anlage zerstört worden. Der Wiederaufbau kostet rund 58,5 Millionen Euro. 53,5 Millionen Euro werden aus dem Wiederaufbauhilfefonds 2021 des Bundes und der Länder finanziert. Den Rest übernimmt der Freistaat. Darin enthalten sind Maßnahmen wie Geschiebe-Dosiersperre und Zaun zum Schutz der Bahn – und letztlich der Anwohner unterhalb.

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Seit Dienstag können Interessierte bei spannenden Führungen einen Blick hinter die Kulissen der legendären Kunsteisbahn werfen oder beim Gästerodeln selbst in den Eiskanal starten, schreibt Bergerlebnis Berchtesgaden auf Facebook: „Ein besonderes Erlebnis – und eine Gelegenheit, die einzigartige Bahn aus einer ganz neuen Perspektive kennenzulernen.“

Die Kunsteisbahn wird am 11. November wiedereröffnet. Neben einem Festakt ist eine Deutsche Meisterschaft im Rodeln geplant. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wird die Bahn offiziell eröffnen. Der Wiederaufbau ist jedoch nicht abgeschlossen. Im nächsten Schritt soll der Herrenrodelstart entstehen. Bis dahin nutzen die männlichen Athleten den Damenstart.

red/pv

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