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Angesichts der aktuellen Ausgangslage müssten beim FC Schalke eigentlich weitere Neuzugänge im Fokus stehen, wenn es um den nahenden Transfer-Winter geht. Immerhin wird trotz manch taktischer Verfehlungen auch deutlich, dass zuweilen schlichtweg die Qualität fehlt, um mit personellen Ausfällen erstligatauglich auftreten zu können.
Stattdessen werden aller Voraussicht nach weitere Abgänge das Hauptaugenmerk sein. Dabei geht es jedoch weniger darum, Spieler ohne Bundesliga-Qualität abzugeben, als darum, etwas Gehalt bei Spielern freizuschaufeln, die einfach keine Rolle mehr spielen – und das zum Teil auch schon in (der Rückrunde) der vergangenen Saison nicht mehr getan haben.
Bei den naheliegendsten Kandidaten für einen Winter-Abgang sind sich Sky und die WAZ einig: Es handelt es sich um insgesamt vier Spieler, die dahingehend im Fokus stehen. Weitere Abgänge sind zwar nicht auszuschließen, doch dreht sich im Winter alles um diese vier Kandidaten.
Dabei geht es demnach um Max Grüger, Anton Donkor, Finn Porath und Tomas Kalas. Sie alle dürfen den S04 nicht nur verlassen, sie sollen ihn verlassen. Unter Miron Muslic haben sie keine Perspektive mehr.
Überraschend ist soweit keiner dieser Namen. Mit Porath befindet sich auch nur ein einziger Spieler auf dieser Liste, der zumindest noch in zuletzt einzelnen Fällen in den Kader rücken konnte. Das lag allerdings auch eher an anderen Ausfällen, als an seiner verbesserten Perspektive. Daran hat sich nach wie vor nichts verändert, ungeachtet der nun wohl angedachten (zwischenzeitlichen) Umstellung auf eine Viererkette.
Jüngst vermeldete Porath einen Beraterwechsel. Ein klares Indiz dafür, dass er im Winter gehen möchte. Laut der WAZ ist er – wenig überraschend – sehr unzufrieden mit seiner aktuellen Situation auf Schalke. Insbesondere in der 2. Bundesliga soll der 29-Jährige ein gefragter Kandidat sein.
Bei Grüger hingegen fokussiert sich Königsblau zunächst auf eine Leihe, wobei ein direkter Abgang bei einem entsprechenden Angebot wohl auch akzeptiert würde. Dennoch scheint man mit dem 21-Jährigen noch nicht final abgeschlossen zu haben.
Das wiederum ist bei Donkor und Kalas zweifelsohne der Fall. Während der Linksverteidiger im Sommer Angebote hatte und die Sport Bild jüngst noch zwei Niederlande-Klubs ein gewisses Interesse an ihm attestierte, ist dieser Zug beim Innenverteidiger längst abgefahren.
Der WAZ zufolge ist es dennoch denkbar, dass Kalas bis zum Vertragsende im Sommer bleibt. Denn auch er weiß: Einen solchen Vertrag wird er mit 33 Jahren und seiner Verletzungsproblematik nicht mehr unterschreiben.
Von weiteren Abgängen ist soweit aber nicht auszugehen. Abseits dieser vier Wechsel-Kandidaten ist der Kader des S04 nicht mehr allzu groß, vor allem auch im Hinblick auf die verletzungsbedingten Ausfälle.
Spieler, deren Verträge zum Sommer 2028 auslaufen, werden höchstwahrscheinlich noch die Rückrunde beim Aufsteiger verbringen, ehe ihre Zukunft dann zum nächsten Transfer-Sommer das vorherrschende Thema werden wird. Akteure mit Vertragsende zum Ende der aktuellen Saison (u.a. Ron Schallenberg oder Hasan Kurucay) werden ebenfalls nicht vorzeitig gehen, selbst bei ausbleibender Verlängerung.