Zurück
Von den 44 Spielern aus Klopps erstem Aufgebot fehlen diesmal gleich 22! Darunter sind mit Nick Woltemade, Karim Adeyemi, David Raum und Jonathan Burkardt einige große Namen. Auch Nadiem Amiri und Yann Aurel Bisseck müssen zu Hause bleiben. Der Bundestrainer setzt vor den entscheidenden Nations-League-Spielen auf einen deutlich kleineren Kreis – und macht dabei keine Gefangenen.
📌 Fakten
Besonders bitter trifft es Nick Woltemade. Der 24-Jährige gehörte noch zum ersten Aufgebot unter Klopp, steht diesmal aber nicht auf der Liste. Der Angreifer von Juventus Turin wartet weiterhin auf seinen ersten Ligatreffer für die Italiener. Nun bekommt er die Quittung für seine fehlende Durchschlagskraft.
Klopp erklärte seine Entscheidung mit deutlichen Worten. Woltemade sei zwar auf einem guten Weg, allerdings fehle ihm derzeit „die absolute Torgefahr“. Gleichzeitig machte der Bundestrainer klar: „Form schlägt alles andere.“ Statt Woltemade setzt er im Angriff unter anderem auf Rückkehrer Niclas Füllkrug, der bei Werder Bremen mit neun Bundesliga-Toren für Furore sorgt.
Woltemade ist längst nicht der einzige prominente Verlierer. Auch Karim Adeyemi schafft es nicht in den Kader. Der frühere BVB-Star, inzwischen beim FC Barcelona unter Vertrag, muss ebenso passen wie Leipzigs Kapitän David Raum. Besonders bei Letzterem überrascht die Entscheidung: Der Linksverteidiger gehörte zuletzt zum festen Kreis der Nationalmannschaft.
In der Abwehr trifft es unter anderem Yann Aurel Bisseck. Der Innenverteidiger von Inter Mailand hat das Nachsehen gegenüber Malick Thiaw. Eine durchaus diskussionswürdige Entscheidung: Während Bisseck bei Inter regelmäßig spielt, musste Thiaw bei Newcastle United zuletzt häufiger auf die Bank.
Besonders deutlich wird der harte Schnitt beim Blick auf Klopps erste Überraschungsnominierungen. Hennes Behrens, Mika Baur, Vitaly Janelt und Felix Keidel hatten im September noch vom großen Durchbruch im DFB-Trikot träumen dürfen. Jetzt sind alle vier wieder außen vor.
Auch interessant: [Hier bitte Link einfügen]
Auch Yannik Engelhardt, Bambasé Conté, Anton Stach und Ridle Baku fehlen im neuen Aufgebot. Hinzu kommen die beiden Torhüter Finn Dahmen und Noah Atubolu. Nicht alle Abwesenden sind allerdings sportlich aussortiert worden: Jamal Musiala, Serge Gnabry, Kevin Schade und Josha Vagnoman fehlen verletzungsbedingt.
Die deutliche Verkleinerung bedeutet allerdings keinen endgültigen Abschied für die betroffenen Spieler. Klopp betonte, dass er keinem Nationalspieler die Tür verschließen wolle. Der Konkurrenzkampf soll ausdrücklich weitergehen. Seine Botschaft ist dennoch unmissverständlich: Frühere Nominierungen sind keine Garantie für weitere Einladungen.
Während zahlreiche gestandene Profis leer ausgehen, dürfen andere jubeln. Neben Füllkrug gehört erstmals der 17-jährige Gladbacher Wael Mohya zum Aufgebot. Auch die Freiburger Philipp Treu und Derry Scherhant haben ihren Platz nach ihren überzeugenden Auftritten behauptet.
Für Klopp zählt jetzt vor allem der sportliche Erfolg. Nach einem durchwachsenen Start in die Nations League steht Deutschland unter Druck. Gegen Serbien und die Niederlande geht es um den Einzug ins Viertelfinale.
Wer diesmal aussortiert wurde, muss sich seine nächste Chance erst wieder verdienen. Klopp hat jedenfalls deutlich gemacht, dass im DFB-Team kein Name automatisch einen Stammplatz garantiert.