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Gegen die SV Elversberg mühte sich Borussia Dortmund am Samstagnachmittag sehr. Am Ende reichte es für die Schwarz-Gelben zu einem 2:1. Ein typischer BVB-Sieg, will man meinen. Glänzen konnte bei der Partie kein Akteur, auch nicht Nico Schlotterbeck. Ob die Dortmunder ohne den Abwehrchef die knappe Führung auch über die Zeit gerettet hätten, ist fraglich.
Gut möglich aber, dass sich die Borussia ab Sommer mit einem solchen Szenario auseinandersetzen muss – und zwar dauerhaft. Im April verlängerte der 1,91 Meter große Linksfuß seinen Vertrag beim Tabellenzweiten der Bundesliga bis 2031.
Ein Bekenntnis, allerdings eines mit Hintertürchen. Im neuen Arbeitspapier ist dem Vernehmen nach eine Ausstiegsklausel verankert, die es Schlotterbeck erlaubt, Dortmund ab kommendem Sommer für eine festgeschriebene Ablöse zu verlassen.
Der Passus soll bei 50 bis 60 Millionen Euro liegen, allerdings nur für drei europäische Großklubs gültig sein. Darunter sind Real Madrid und der FC Liverpool. Und bei beiden Klubs kristallisiert sich seit Saisonbeginn heraus, dass in der Defensive nachgelegt werden soll. Die Königlichen denken sogar darüber nach, zwei neue Innenverteidiger zu verpflichten.
An Schlotterbeck war Real schon vergangenen Sommer interessiert. Daher liegt es nah, dass die Spur zu Schlotterbeck im Frühjahr wieder heißer wird. An der Anfield Road wird der gebürtige Waiblinger als potenzieller Nachfolger von Virgil van Dijk (35) gehandelt.
Zumindest im Januar haben die Bosse des Bundesligisten noch alle Zügel in der Hand. Bei Topvereinen wie Real, Liverpool, dem FC Barcelona oder Paris St. Germain drückt der Schuh mehr oder weniger stark in der Abwehrzentrale.
Die Sicherheit, dass nicht ein wirtschaftlich potenter Champions League-Verein schon im Winter einen Vorstoß wagt, gibt es wahrlich nicht. Bevor die Gerüchte um einen potenziellen Abgang des 26-Jährigen wieder Fahrt aufnehmen, dürfte aber noch etwas Zeit vergehen.
Die Frage, die sich dahingehend stellt, ist aber nicht, ob sich Interessenten überhaupt für Schlotterbeck melden werden, sondern lediglich wann sie es tun.
Weiter im Süden der Republik kennt man diese Situation. Auch Dayot Upamecano (28) hat dieses Jahr seinen Vertrag beim FC Bayern verlängert. Ebenfalls mit Ausstiegsklausel. Für die Elite des europäischen Spitzenfußballs ein gefundenes Fressen. Und die Bundesliga läuft Gefahr, zwei der wohl besten Abwehrspieler der Liga in einer Transferperiode zu verlieren.