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Die 2:3-Niederlage im Champions-League-Spiel bei Fenerbahce war für den FC Liverpool in doppelter Hinsicht einzigartig schlecht.
So ist es Liverpool laut Datenanbieter Opta in einem Europapokalspiel zuvor noch nie passiert, derart spät in Führung zu gehen und die entsprechende Partie am Ende dennoch zu verlieren.
In Istanbul hatte der eingewechselte Alexander Isak am Mittwochabend in der 69. Minute per Kopf für das Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 für den englischen Topklub gesorgt. Den anvisierten vierten Sieg im vierten Spiel der Champions-League-Ligaphase brachte Liverpool dann allerdings nicht über die Zeit und ging stattdessen sogar gänzlich leer aus.
Kurz nach Isaks Treffer war Archie Brown zur Stelle (73. Minute), um für Fenerbahce auszugleichen. Wenig später traf dann Mittelstürmer Vedat Muriqi per Kopf zum 3:2-Sieg für die Türken, Liverpools Hintermannschaft stellte sich dabei sehr fahrig an.
Ohnehin sind die Reds in der Defensive in der bisherigen Champions-League-Saison alles andere als sattelfest, nach vier Partien stehen bereits zehn Gegentore zu Buche. Und: Zum ersten Mal in seiner glorreichen Geschichte musste Liverpool in drei aufeinanderfolgenden CL-Spielen jeweils drei Gegentore hinnehmen (6:3 beim LASK, 4:3 gegen Villarreal, 2:3 bei Fener).
Liverpool, ohne den Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselten Florian Wirtz in der Startelf, war in der 25. Minute durch Trey Nyoni in Führung gegangen. Für das 19-jährige Eigengewächs war es im 32. Einsatz für die Reds sein erstes Tor überhaupt - als jüngster Spieler in Liverpools Vereinsgeschichte erzielte Nyoni seinen Premierentreffer in einem Europapokalspiel.
Nach 90 Minuten durften Nyoni und Co. aber eben nicht jubeln, das zwischenzeitliche 1:1 hatte nach knapp einer halben Stunde Mason Greenwood erzielt. Für Fenerbahce war es der erste Sieg in dieser Champions-League-Saison, die Türken haben nun fünf Punkte auf dem Konto.
Liverpool hat derweil trotz der Niederlage mit neun Zählern weiterhin gute Chancen auf die Top-8 der Ligaphase. Eine Platzierung unter den besten Acht wäre verbunden mit dem direkten Einzug ins Achtelfinale, die Ränge neun bis 24 müssen hingegen zunächst noch in die Zwischenrunde.