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„Wenn wir das 4:1 machen, ist das Spiel vorbei“ – Liesing gibt 3:0 in Rennweg noch aus der Hand

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ASK Liesing

In der Oberliga A schien Rennweger SV gegen ASK Liesing nach einer halben Stunde schon klar im Hintertreffen, am Ende stand aber ein 3:3. Aus Sicht von Liesing-Trainer Novak Vucic fühlte sich der Punkt nach einer starken ersten Halbzeit und einer 3:0-Führung dennoch nicht wie ein gewonnener Zähler an. Vor allem die ausgelassenen Chancen nach der Pause und die beiden Gegentore ganz spät blieben bei ihm hängen.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Liesing legt früh vor und hat das Spiel lange im Griff

Vucic hatte schon vor dem Anpfiff ein schwieriges Spiel erwartet, und genau so ordnete er die Partie danach auch ein. „Es war, wie erwartet, ein ganz schweres Spiel, ein guter Gegner“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft erwischte aber genau den Start, den man sich auswärts wünscht. Liesing ging in der 22. Minute durch Maximilian Kranz in Führung, legte vier Minuten später durch Wassiou Tabekassim das 2:0 nach und erhöhte in der 31. Minute erneut durch Kranz sogar auf 3:0. Der Gäste-Trainer sprach von einer „sehr starken“ ersten Halbzeit und davon, dass seine Mannschaft „sehr spritzig“ und „sehr fokussiert“ gewesen sei. Auch spielerisch war er mit dem Auftritt bis dahin einverstanden: „Wir haben schön kombiniert und schön herausgespielte Tore gemacht.“ Dass Rennweg durch Szymon Handzel noch vor der Pause auf 1:3 verkürzte, passte für Vucic allerdings ins Bild der letzten Wochen. „Wie immer in den letzten Partien bekommen wir kurz vor der Halbzeit wieder den Anschlusstreffer“, meinte er.

Nach der Pause bleibt das 4:1 aus und Rennweg kommt zurück

Gerade der Beginn der zweiten Hälfte war für Vucic der Abschnitt, in dem seine Mannschaft das Spiel hätte endgültig entscheiden müssen. Er sprach von „zwei, vielleicht sogar drei hundertprozentigen Chancen“ direkt nach Wiederbeginn. Aus seiner Sicht war das die eigentliche Schlüsselszene der Partie. „Da hätten wir das 4:1 machen müssen, dann wäre das Spiel wahrscheinlich vorbei“, sagte der Liesing-Coach sehr deutlich. Stattdessen blieb Rennweg im Spiel und arbeitete sich immer mehr hinein. Vucic erkannte auch an, dass die Gastgeber nach der Pause deutlich mehr Druck machten. „Der Gegner hat es super gemacht, hat in der zweiten Halbzeit mehr Druck ausgeübt und war da stärker“, sagte er. Deshalb fiel sein Urteil trotz des verspielten Vorsprungs nicht nur kritisch aus. Einerseits ärgerte ihn, dass seine Mannschaft eine 3:0-Führung nicht über die Zeit brachte. Andererseits sagte er auch: „Aufgrund der zweiten Halbzeit geht das Remis in Ordnung.“ Es war also ein Punkt, mit dem er leben konnte, auch wenn er sich deutlich anders anfühlte als nach einem normalen Unentschieden.

Die letzten Minuten lassen Vucic nicht los

Der eigentliche Ärger saß bei Vucic in den letzten Augenblicken der Partie. Bis in die 90. Minute hinein führte Liesing noch 3:1, dann traf Szymon Handzel zum 2:3 und in der vierten Minute der Nachspielzeit auch noch zum 3:3. Gerade die Art und Weise, wie diese beiden Tore fielen, störte den Trainer massiv. „Wie leicht wir die Tore kassieren, damit bin ich überhaupt nicht zufrieden“, sagte er. Seine Kritik richtete sich weniger gegen den gesamten Auftritt als gegen das Verhalten in diesen entscheidenden Situationen. Er sprach von fehlender Konzentration, von zu wenig Härte und davon, dass seiner Mannschaft in solchen Phasen manchmal die Ruhe verloren gehe. „Wahrscheinlich mental – immer wenn wir ein Tor kassieren, ist die Mannschaft unter Stress“, erklärte Vucic. Besonders deutlich wurde er, als er die zwei späten Gegentore einordnete: „Das darf nie im Leben passieren.“ Für ihn war das kein einmaliger Ausrutscher, sondern ein Muster, das sich wiederholt. „Das ist nicht das erste Mal. Es passiert uns sehr oft nach einem Gegentor, dass wir den kompletten Faden verlieren“, sagte er. Genau darin sah er auch den Hauptgrund, warum aus einem möglichen Auswärtssieg am Ende nur ein Zähler wurde.

Ein Punkt, der nicht beruhigt, aber die Spitze hält

So blieb unter dem Strich ein 3:3, das bei Liesing zwei Seiten hatte. Vucic lobte den Gegner ausdrücklich als „sehr stark“ und sagte auch zum Schiedsrichterteam: „Das Schiri-Trio war sehr stark, es hat alles gepasst.“ Gleichzeitig war klar herauszuhören, dass ihn die liegen gelassenen Punkte mehr beschäftigten als die positiven Phasen. „Schade, wir hätten die drei Punkte mitnehmen müssen, aber mit dem Punkt kann man leben“, sagte er. Genau zwischen diesen beiden Polen bewegte sich sein Fazit: viel Gutes im Spiel nach vorne, drei Tore, eine starke erste Halbzeit – aber eben auch eine Schlussphase, die alles wieder aufriss. In der Tabelle bleibt Liesing mit 19 Punkten zwar vorne, doch für Vucic ist das kein Grund, die Sache abzuhaken. „Das müssen wir sehr gut analysieren und verbessern“, forderte er. Der Ärger über das späte 3:3 war also deutlich zu spüren, auch wenn der Blick schon wieder auf die nächsten Spiele geht.

Oberliga A: Rennw. SV : ASK Liesing - 3:3 (1:3)

  • 94

    Szymon Handzel 3:3

  • 90

    Szymon Handzel 2:3

  • 41

    Szymon Handzel 1:3

  • 31

    Maximilian Kranz 0:3

  • Wassiou Tabekassim 0:2

  • Maximilian Kranz 0:1

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