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Der katalanische Traditionsverein FC Barcelona prüft gemeinsam mit regionalen Behörden in Spanien eine offizielle Kandidatur für das neu gestaltete Heimstadion.
BARCELONA - Der FC Barcelona evaluiert in enger Abstimmung mit der regionalen Regierung von Katalonien sowie dem Stadtrat von Barcelona eine offizielle Bewerbung um die Ausrichtung des Finals der UEFA Women's Champions League für das Jahr 2031 im Spotify Camp Nou. Wie das Sportportal Mundo Deportivo berichtete, befindet sich der Vorstoß derzeit in der Prüfungsphase, bevor eine formelle Einreichung beim europäischen Fußballverband UEFA erfolgt. Der Journalist Roger Torelló betonte, dass der Verein eine Kandidatur mit vollständiger institutioneller Unterstützung vorbereitet, um das hochkarätige Sportereignis nach Katalonien zu holen, worüber auch das Portal vetogate.com berichtete.
Die Clubführung plant, das vollständig renovierte Stadion als Kernstück der Bewerbung zu präsentieren, deren Fertigstellung nach der Saison 2027/28 mit einer Kapazität von rund 105.000 Sitzplätzen vorgesehen ist.
Das Bestreben, das Finale der Frauen auszurichten, reiht sich in eine Serie hochkarätiger Großveranstaltungen ein, die mit der Spielstätte verknüpft sind, darunter das bereits vergebene Finale der Männer-Champions-League für das Jahr 2029 sowie die Kandidatur als Austragungsort für das WM-Finale 2030, wie das Nachrichtenportal news.mes7at.com berichtete. Das Portal Diario Ahora wies darauf hin, dass der Verein den Weltrekord für die höchste Zuschauerzahl bei einem Frauenfußballspiel hält, als am zweiundzwanzigsten April 2022 beim Halbfinale der Women's Champions League gegen Wolfsburg 91.648 Zuschauer im Camp Nou anwesend waren.
Neueste Entscheidungen der UEFA verdeutlichen den Rahmen und das Wettbewerbsumfeld für derartige Bewerbungen internationaler Ausrichter.
Im Stadion San Mamés in Bilbao sahen 50.827 Zuschauer das Finale des Jahres 2024 zwischen Barcelona und Lyon, was laut Berichten regionale Einnahmen von 23 Millionen Euro generierte. Während die UEFA das Stadion Narodowy in Warschau für das Finale 2027 auswählte, umfasst die engere Wahl für das Jahr 2028 Standorte in Lyon, Basel und Istanbul, wie die Plattform BilbaoHiria berichtete. Beim Finale 2026 in Oslo wurden lediglich 24.258 Fans verzeichnet, wohingegen Stadien wie Lyon mit 59.186 Plätzen oder Istanbul mit 53.978 Plätzen eine ähnliche Größenordnung wie Bilbao aufweisen.
Im Rahmen dieser Bewerbungsbemühungen stimmen der Verein und die öffentlichen Institutionen ihre Zeitpläne mit dem Bauablauf und dem Auswahlkalender der UEFA ab.
Das renovierte Camp Nou soll nach seiner Fertigstellung als zentraler Wirtschaftsmotor fungieren und breitere finanzielle Ziele absichern. Für das letzte Amtsjahr von Präsident Joan Laporta im Jahr 2031 projiziert der Verein Jahreseinnahmen von 1,45 Milliarden Euro, gestützt auf den vollen Betrieb der Arena. Das Budget für die Saison 2026/27 sieht Einnahmen von 1,195 Milliarden Euro bei Ausgaben von 1,133 Milliarden Euro vor, während die Nettoverschuldung nach LaLiga-Kriterien zum 30. Juni 2026 bei 607 Millionen Euro lag.
Um die Fertigstellung des Stadions und der umliegenden Infrastruktur zu sichern, wurde die Mitgliederversammlung um die Genehmigung eines zusätzlichen Kredits über 300 Millionen Euro gebeten.
Die geplante Bewerbung Barcelonas für das Frauen-Finale 2031 verbleibt vorerst im Prüfungsstadium ohne formelle Einreichung bei der UEFA. Ein genaues Abgabedatum sowie die Liste der Mitbewerber stehen derzeit noch nicht fest. Basierend auf dem Tempo früherer Vergabeprozesse wird vor Ende 2027 keine Entscheidung des europäischen Fußballverbandes erwartet.
Innerhalb dieses Zeitfensters zielt der Plan des Vereins darauf ab, das vollendete Stadion, künftige Großveranstaltungen und die belegte Nachfrage im Frauenfußball optimal zu nutzen.
(Redaktion)