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Der LASK führt ein UEFA-Ranking vor Real an, Kalajdzic schießt öfter als Mbappé. Auch Laimer, Seiwald und Baumgartner glänzen in Europas Milliarden-Liga.
Real Madrid, Atlético, Manchester United – alle hinter dem LASK. Die Linzer haben sich in einer UEFA-Statistik an die Spitze der Champions League gesetzt. Nach dem historischen 4:0-Sieg gegen Slovan Bratislava darf die Mannschaft von Dietmar Kühbauer sogar von der K.-o.-Phase träumen. Und auch abseits der Ergebnisse sorgt der LASK für Aufsehen.
Sasa Kalajdzic schließt häufiger ab als Kylian Mbappé, Christoph Lang erreicht eine höhere Spitzengeschwindigkeit als Lamine Yamal. Dazu liefern Konrad Laimer, Nicolas Seiwald und Christoph Baumgartner Zahlen, mit denen sie sich vor Europas großen Namen nicht verstecken müssen.
Kein Klub in der Königsklasse geht häufiger in Tacklingaktionen als der LASK. 78 Versuche hat die UEFA nach vier Spieltagen registriert. Fenerbahçe folgt mit 74, Galatasaray mit 70. Real Madrid und Atlético kommen auf jeweils 69, Manchester United auf 68.
Im Schnitt sind das 19,5 Tacklingaktionen pro Spiel. Die Statistik erfasst sämtliche Versuche, nicht nur gewonnene Zweikämpfe.
Auch bei den Balleroberungen mischen die Linzer ganz vorne mit. 176-mal eroberten sie den Ball zurück. Nur Villarreal und Lens liegen mit jeweils 179 knapp davor. Paris Saint-Germain und Viking kommen ebenfalls auf 176.
Dazu spulte Kühbauers Mannschaft in vier Spielen insgesamt 478,76 Kilometer ab. Macht knapp 120 Kilometer pro Partie.
Noch ein Vergleich, der aufhorchen lässt: Sasa Kalajdzic gibt in der Champions League häufiger Torschüsse ab als Kylian Mbappé und Lamine Yamal – zumindest auf 90 Minuten gerechnet.
Der LASK-Stürmer feuerte in nur 145 Einsatzminuten achtmal aufs Tor. Das ergibt 4,97 Abschlüsse pro 90 Minuten. Mbappé und Yamal kommen jeweils auf 4,75. Selbst Harry Kane liegt mit 5,0 nur hauchdünn vor Kalajdzic.
Der Unterschied: Die internationalen Stars haben deutlich mehr Einsatzminuten gesammelt. Kalajdzics hohe Quote basiert auf einer wesentlich kürzeren Spielzeit. Ein Tor hat der ÖFB-Stürmer bislang erzielt.
Auch Christoph Lang hält beim Tempo mit den Großen mit. Seine gemessene Höchstgeschwindigkeit von 33,49 km/h liegt über jener von Lamine Yamal (31,96). Sogar Real-Star Vinícius Júnior ist mit 33,67 km/h nur knapp schneller.
Lang hat in der Königsklasse ebenfalls einmal getroffen. Kapitän Sascha Horvath steuerte eine Torvorlage bei und legte in 236 Minuten 27,64 Kilometer zurück – umgerechnet 10,54 Kilometer pro 90 Minuten.
Konrad Laimer gilt beim FC Bayern als Laufmaschine. In 334 Champions-League-Minuten hat der 29-Jährige bereits 42,35 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht 11,41 Kilometern pro 90 Minuten – knapp mehr als Bayern-Torjäger Harry Kane (11,38).
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Dazu kommen 13 Balleroberungen, eine Passquote von 90,75 Prozent und eine Höchstgeschwindigkeit von 34,05 km/h. Beim 2:0 gegen Atlético Madrid traf Laimer traumhaft zum Endstand (74.).
Doch Nicolas Seiwald setzt bei der Laufquote noch einen drauf. Der Leipzig-Profi kommt in 171 Minuten auf 24,14 Kilometer. Hochgerechnet sind das 12,71 Kilometer pro 90 Minuten.
Damit liegt er sogar vor zwei der auffälligsten Dauerläufer der Königsklasse: Lilles Hákon Haraldsson kommt auf 12,52 Kilometer, Bodø/Glimts Patrick Berg auf 12,50 Kilometer pro 90 Minuten.
Allerdings hat die Rechnung einen Haken: Haraldsson und Berg absolvierten jeweils vier komplette Spiele, Seiwald erst 171 Minuten.
Christoph Baumgartner schafft bei RB Leipzig sogar die perfekte Quote. 30 Pässe hat der ÖFB-Teamspieler in der laufenden Champions League gespielt – alle 30 kamen an. Macht 100 Prozent Passgenauigkeit.
Und das waren keineswegs nur kurze Sicherheitspässe. Laut UEFA fanden auch alle 17 Zuspiele über mittlere Distanz und beide langen Bälle einen Mitspieler. Dazu kommen drei Pässe in den Strafraum und eine Torvorlage.
Allerdings stand Baumgartner nach seiner Verletzungspause erst 69 Minuten auf dem Platz.
Die Königsklasse liefert allerdings nicht nur erfreuliche österreichische Zahlen. Samson Baidoo erlebte mit RC Lens einen historischen Absturz. Beim 1:9 gegen Como kassierten die Franzosen die höchste Niederlage der Champions-League-Geschichte.
Baidoo stand über die gesamten 90 Minuten auf dem Platz und geriet bei mehreren Gegentoren in die Kritik. Die französischen Sportportale Maxifoot, So Foot und Made in Foot vergaben für seine Leistung jeweils die Note 1 von 10 Punkten.
Der frühere Salzburg-Verteidiger war erst im Sommer 2025 für kolportierte bis zu acht Millionen Euro inklusive möglicher Bonuszahlungen nach Lens gewechselt.
Auch insgesamt erlebt die Königsklasse eine außergewöhnliche Saison. Nach 72 Spielen sind bereits 291 Treffer gefallen – im Schnitt 4,04 Tore pro Partie.
Gleich vier der fünf torreichsten Spieltage seit Einführung der Champions League stammen aus dieser Saison. Den Höchstwert lieferte die zweite Runde mit 78 Treffern.
Für den spektakulärsten Eintrag in die Rekordbücher sorgte Como mit dem 9:1 gegen Lens. Die Italiener übertrafen damit die bisherigen Höchstsiege von Liverpool gegen Besiktas (2007) und Real Madrid gegen Malmö (2015), die jeweils 8:0 gewonnen hatten.