flag
back Zurück
BVB-Fans können sich die erste Hälfte sparen: Kovac-Fußball nimmt irre Wendung

Der BVB braucht unter Nico Kovac, um in Gang zu kommen. Ein Blick auf die Statistik zeigt: Halbzeit 1 kann man sich als BVB-Fan fast sparen.

Niko Kovac klatscht mit Nico Schlotterbeck ab.
Unter Niko Kovac setzt der BVB auf einen ruhigen Spielaufbau.

2:1 gewonnen, Kontakt zu den Top 8 gehalten, dazu der erste Treffer von Sommerzugang Konstantinos Karetsas. Der BVB erlebte am Mittwoch (4. November) einen rundum zufriedenstellenden Champions-League-Abend. Bis es was zu jubeln gab, mussten die Fans allerdings bis zur zweiten Hälfte warten, ehe Fabio Silva kurz nach dem Seitenwechsel zum 1:0 traf.

Und wer bei Borussia Dortmund das Gefühl hat, dass ihm das aus der aktuellen Saison äußerst bekannt vorkommt, der liegt damit gar nicht so falsch. Ein Blick auf die Statistik enthüllt eine fast schon irre BVB-Bilanz unter Niko Kovac.

📌 Borussia Dortmund in der Champions League

BVB: Vor der Pause passiert kaum etwas

Die Diskussion über die Ansehnlichkeit des Dortmunder Spiels unter Kovac soll hier gar nicht geführt werden. Unter dem Kroaten spielt die Borussia kontrolliert und wartet geduldig, bis sich Chancen ergeben. Das lässt sich nicht verneinen. Spannend ist aber: Das Geduldige, das Abwarten spiegelt sich in einer Statistik besonders wieder.

Blickt man in Champions League und Bundesliga auf die Torverteilung der bisher 21 erzielten Treffer, so fällt auf, dass über 80 Prozent der BVB-Tore im zweiten Durchgang fallen! Bei 17 von 21 Toren war das bisher der Fall. Bedeutet im Umkehrschluss: Vor der Pause schoss Dortmund in beiden Wettbewerben bisher nur vier Tore.

Und die sind besonders kurios verteilt. Drei dieser vier Treffer fielen in der Anfangsviertelstunde. Das vierte Tor fiel in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Zwischen den Minuten 16 und 45 passierte dagegen nichts. Man könnte fast meinen, dass Dortmund-Fans in dieser Zeit getrost den Fernseher ausmachen können. Man verpasst ja eh kein Tor.

In der zweiten Halbzeit brechen alle Dämme

Die Statistik passt hervorragend zum Eindruck, den Dortmund in dieser Saison vermittelt. Man startet bestimmend ins Spiel, übernimmt die Kontrolle, trifft hier und da zur frühen Führung. Danach aber agiert man abwartend, schaut, was der Gegner macht, sucht geduldig nach Lücken, ohne das Spiel zu überhasten. Die Konsequenz: lange Ballstaffetten, wenig Torgefahr und eben keine Treffer.

Ganz anders in der zweiten Hälfte, wenn Kovac und sein Trainerteam den Gegner analysieren und den eigenen Spielern Änderungen mit an die Hand geben konnten. Dann rappelt es nur so im Karton. Das gilt insbesondere für die letzten 30 Minuten eines Spiels. 13 der 17 Treffer in der zweiten Halbzeit fallen in der letzten halben Stunde. In der Crunchtime ist der BVB in dieser Saison voll da.

Könnte Ihnen gefallen

„Brutal“: Diese Geste von BVB-Star Schlotterbeck hat kaum ein Fan gesehen

RUHR24 vor 3 Stunden