Zurück
Nach dem 2:1 gegen Betis Sevilla zieht BVB-Kapitän Nico Schlotterbeck vor den Gäste-Fans den Hut. In Spanien sorgt die Geste für Begeisterung.
Dortmund – Borussia Dortmund hat am Mittwoch (4. November) in der Champions League mit 2:1 gegen Betis Sevilla gewonnen. Für Gesprächsstoff in Spanien sorgte nach dem Spiel auch eine Geste von BVB-Kapitän Nico Schlotterbeck.
Rund 6.000 Betis-Anhänger hatten ihre Mannschaft im Signal Iduna Park 90 Minuten lang lautstark unterstützt. Das imponierte offenbar auch Schlotterbeck. Nach dem Abpfiff ging der Innenverteidiger in Richtung Gästeblock und deutete per Geste an, den Hut zu ziehen.
Dabei applaudierte er den Gästefans und zeigte mit beiden Daumen nach oben. Ein Zeichen des Respekts. Ein Video davon teilte der spanische Journalist Alvaro Borrego auf X.
„Brutal! In einem der lautesten Stadien Europas war der deutsche Nationalspieler von der Stimmung der Betis-Fans hin und weg“, schrieb Borrego. Viele Betis-Fans freuten sich über die Anerkennung aus Dortmund.
Ganz ohne Misstöne blieb der Auftritt der Spanier allerdings nicht. Vor dem Anpfiff hatten einzelne Betis-Fans die Schweigeminute für den verstorbenen spanischen Profi Jesús de Miguel (†30) und die Opfer des Zugunglücks der vergangenen Woche gestört. Das sorgte auch in den eigenen Reihen für Ärger.
„Wir haben großartige Fans, das schon. Aber einige haben es mit der Schweigeminute getrübt … eine Schande“, schrieb ein Anhänger. Ein anderer bedauerte, dass wegen „ein paar Idioten“ nun nicht über das Spektakel der übrigen Fans gesprochen werde.
Sportlich liegen Dortmund und Betis nach dem Duell eng beieinander. Der BVB steht mit neun Punkten aus vier Spielen auf Platz zwölf der Ligaphase. Betis liegt dank des besseren Torverhältnisses einen Rang davor.
Ein bekanntes Gesicht stand bei den Spaniern übrigens nicht auf dem Platz: Ex-BVB-Profi Marc Bartra. Der 35-Jährige war in der Vorsaison noch Kapitän bei Betis, kommt in dieser Spielzeit aber auf weniger Einsatzzeit. Auch in Dortmund setzte ihn Trainer Manuel Pellegrini nicht ein.