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Formel 1: TV-Sender planen Boykott von Wüstenrennen
Formel1 Sky

Wegen der Sicherheitslage im Nahen Osten wächst der Druck auf die Formel 1. Mehrere TV-Rechteinhaber planen, keine Teams zu den Rennen in Katar und Abu Dhabi zu schicken.

Kurz vor dem Saisonfinale der Formel 1 wächst der Druck auf die Manager der Rennserie – dabei geht es um zwei noch ausstehende Würstenrennen. Während in drei Wochen der vorletzte Grand Prix in Katar und eine Woche später das Finale in Abu Dhabi stattfinden soll, drohen wichtige Medienpartner und Sponsoren jetzt damit, kein Personal in die Region zu entsenden. Darüber berichtet am Freitagnachmittag „Bild“.

Vor allem große europäische Sender halten es demnach derzeit für zu gefährlich. Dem Bericht zufolge ist darunter auch die Sky-Gruppe, also Sky Deutschland, Sky Italia und Sky UK. Auch wenn Sky Deutschland zu RTL gehört, läuft die Produktion der Formel 1 weiterhin über die Sky-Gruppe, die Partnerschaft hier bleibt bis Ende 2027 bestehen. Neben Sky wollen auch DAZN (Spanien), Canal+ (Frankreich) und Servus TV (Österreich) auf Vor-Ort-Berichte verzichten. Die endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Sky Deutschland hat in dieser Saison immer wieder Rennen aus Unterföhring kommentiert, war aber immer mit Moderator an der Strecke vor Ort. Bei den Wüstenrennen könnte also erstmals das ganze Rahmenprogramm aus München oder Köln kommen.

Formel 1 hält fest – Imola als Backup in der Hinterhand

Die Formel 1 spielt in der Causa bislang auf Zeit und hält offiziell an den Rennen in Katar und Abu Dhabi fest. Hinter den Kulissen steht die Führung nach eigenen Angaben im ständigen Austausch mit Regierungen und Sicherheitsbehörden.

Gleichzeitig wird jedoch im Hintergrund für den Ernstfall vorgeplant: Die Rennstrecke im italienischen Imola wird als potenzielle Alternative vorbereitet. Spätestens am 10. November soll eine endgültige Entscheidung fallen. In die Entscheidung einfließen dürften auch die Erfahrungen der MotoGP, die an diesem Wochenende in Katar fährt. Sky ist hier ebenfalls deutscher Rechtepartner – und überträgt alles aus Unterföhring (was bei der MotoGP aber die Regel ist).

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