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Während in Sao Paulo das Rennwochenende zum Grand Prix von Brasilien läuft, wächst im Fahrerlager die Nervosität vor den anstehenden Rennen im Nahen Osten. Ein vertrauliches Sicherheitspapier mit detaillierten Verhaltensregeln für den Ernstfall eines militärischen Angriffs in Katar schlägt hohe Wellen.
Die Königsklasse des Motorsports blickt mit großer Sorge auf das Saisonfinale 2026. Nach dem anstehenden Grand Prix in Las Vegas am 22. November sind eigentlich die Stationen in Katar und Abu Dhabi für den Saisonabschluss vorgesehen. Im Motorrad-Zirkus zog das Yamaha-Werksteam wegen akuter Sicherheitsbedenken in der MotoGP bereits alle vier Maschinen aus Katar ab.
Hinter den Kulissen tickt die Uhr: Bis zum kommenden Dienstag muss die Formel-1-Führung endgültig entscheiden, ob die Rennen im Nahen Osten stattfinden können oder ob das WM-Finale am 6. Dezember kurzfristig nach Imola verlegt werden muss. Während die Rennställe aus Respekt vor den Vermarktern öffentlich schweigen, spricht sich einzig Audi klar für Katar aus – rund ein Drittel des Rennstalls steht im Eigentum des katarischen Staatsfonds.
Das intern verteilte Dokument listet sieben strikte Verhaltensregeln auf, an die sich Fahrer, Betreuer und Teammitglieder im Fall eines militärischen Zwischenfalls halten müssen:
Auf der Rennstrecke in Interlagos bot das erste freie Training bei 25 Grad und trockenen Bedingungen sportliche Schlagzeilen. Frisch gekürt als Weltmeister, trat Kimi Antonelli mit einem Spezialhelm zu Ehren seines Idols Ayrton Senna an. Nach einem packenden Dreikampf mit Max Verstappen und Lewis Hamilton sprengte Lando Norris im McLaren-Mercedes das Führungstrio und sicherte sich 15 Minuten vor Schluss mit 0,082 Sekunden Vorsprung die Bestzeit vor Antonelli.
Gleich sechs Nachwuchspiloten kamen im ersten Training zum Einsatz: Freddie Slater für Nico Hülkenberg bei Audi, Dino Beganovic im Ferrari für den frischgebackenen Vater Charles Leclerc, Gabriele Mini im Alpine für Pierre Gasly, Leonardo Fornaroli im McLaren für Oscar Piastri, Colton Herta im Cadillac für Sergio Pérez und Luke Browning im Williams für Carlos Sainz.
Für Enttäuschung sorgte abermals Audi: Nach dem Malheur in Mexiko, wo die Mechaniker das Kühlgebläse am Auto vergessen hatten und die FIA eine Strafe von 7.500 Euro verhängte, rollte der dunkelgrüne Bolide von Slater nach sieben Runden mit einem Defekt aus – Platz 20 mit den wenigsten Umläufen. Gabriele Mini überraschte im Alpine-Mercedes mit Rang sieben unmittelbar vor Lokalmatador Gabriel Bortoleto im Audi, während Franco Colapinto als Neunter die Top 10 komplettierte.