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Die GP-Stars mussten im Qualifying von Interlagos viel Geduld aufbringen. Denn die brasilianischen Wettergötter meinten es nicht gut mit ihnen. Kaum war die Zeit für das Qualifying gekommen, setzte der Regen ein. Dieser war so stark, dass nach zwei Minuten die roten Flaggen gezeigt wurden. Die Zwangspause dauerte länger als eine Stunde und 20 Minuten.
Als es endlich weiterging, mussten die Formel-1-Piloten immer noch auf den Regenreifen ausrücken. Erst gegen Ende des zweiten Segments liessen die Bedingungen schnelle Runden auf den Intermediates zu. Wer sich früh zum Wechsel entschied, wurde belohnt, denn die Bedingungen verschlechterten sich wieder. Einige GP-Stars wurden kalt erwischt.
Kimi Antonelli hatte hingegen Glück im Unglück. Er schaffte den Q3-Aufstieg mit der zehntschnellsten Runde. Im letzten Abschnitt wurde er gewarnt, dass die Bedingungen wohl nur eine schnelle Runde zulassen würden, bevor der Regen wieder stärker wurde. Der neue Formel-1-Weltmeister rückte aus und erlebte eine Schrecksekunde in der fünften Kurve.
Am Ende hatte er mit 1:28,095 min die drittschnellste Runde gedreht, Polesetter Lando Norris und sein Mercedes-Teamkollege George Russell schafften es schneller um die 3,409 km lange Bahn. Dennoch darf Antonelli vom zweiten Platz und damit aus der ersten Startreihe losfahren, denn sein Stallgefährte muss wegen des Einsatzes von neuen Motor-Teilen, die das erlaubte Kontingent übersteigen, um fünf Positionen nach hinten rücken.
Antonelli sagte nach dem Qualifying: «Das war sehr, sehr knifflig heute. Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht wirklich, was mich erwartet, denn ich war hier erstmals auf nasser Piste unterwegs. Ich wusste also nicht, was auf mich zukommt.»
Mit Platz 3 beim Mexiko-GP hat sich Kimi Antonelli zum jüngsten der nunmehr 36 Formel-1-Weltmeister gemacht. Der 20-jährige Italiener ist auf Rekordjagd. Die Tifosi träumen von Antonelli im Ferrari.
Und der Rennfahrer aus Bologna gestand: «Ich hatte auf den Intermediates etwas Mühe, und ich wäre in der 5. Kurve fast abgeflogen, weil mir ein grosser Fehler unterlief. Ich habe einfach keinen guten Job gemacht. Es reichte aber, um den dritten Platz zu schnappen. Nun liegt der Fokus ganz auf das Rennen.»
Eine Prognose für den 20. WM-Lauf wollte der 20-jährige Italiener nicht abgeben: «Wir müssen erst schauen, was das Wetter macht. Aber natürlich werden wir uns auf alles Mögliche vorbereiten, und wenn es nass werden sollte, dann wissen wir nun sehr viel besser, was wir zu tun haben. Mal schauen, bisher war das Wetter sehr unberechenbar.»