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WEC Monza 2026: Ferrari schlägt Genesis im Qualifying

Antonio Fuoco holt die erste Ferrari-Pole in der WEC in Monza - Toyota-interner Kampf durch BoP entschieden? - Erster LMGT3-Titelkandidat aus Entscheidung raus

WEC Monza 2026: Ferrari schlägt Genesis im Qualifying

Die Tifosi bekamen zu sehen, wofür sie gekommen waren: Antonio Fuoco holte im Ferrari #50 (Fuoco/Molina/Nielsen; 1.) die Poleposition für die 6 Stunden von Monza, dem Saisonfinale der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Es war aber alles andere als ein Selbstläufer. (Ergebnis)

Denn Mathieu Jaminet machte Fuoco im Genesis #19 (Jaminet/Chatin/Juncadella; 2.) das Leben schwer. Am Ende entschieden 0,096 Sekunden das Duell. Jaminet legte anschließend nochmal eine absolute Bestzeit im zweiten Sektor nach, brach die Runde aber nach einer offensichtlich nicht optimal durchfahrenen Ascari-Schikane ab.

Somit reichten Fuocos 1:33.364 Minuten zur Pole vor Jaminet. In die zweite Reihe fuhren Earl Bamber im Cadillac #38 (Bamber/Bourdais/Aitken; 3.) und Antonio Giovinazzi im Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi; 4.), die beide ebenfalls realistische Chancen auf die Pole hatten.

Peugeot brachte beide Autos in die Hyperpole und belegte die Plätze fünf und neun. Victor Martins qualifizierte sich im Alpine #36 (Gounon/Martins; 6.) beim Abschied der Renault-Tochter aus der WEC ebenfalls für die Hyperpole.

Sheldon van der Linde zog im BMW #20 (Frijns/Rast/S. van der Linde; 10.) ebenfalls das Ticket für die besten zehn, kam in der Hyperpole aber nicht über den letzten Platz hinaus.

Kein Training war trocken

Das Qualifying war ein völliger Schuss ins Blaue für alle Fahrer und Teams, weil alle drei Freien Trainings von Regen beeinflusst waren. Das erste Training musste zudem gleich dreimal mit der roten Flagge unterbrochen werden.

Das zweite Training begann ebenfalls feucht, dann trocknete die Strecke ab. Doch die Zeiten waren rund fünf Sekunden langsamer als das, was erwartet wurde. Über Nacht gab es weitere heftige Regenfälle, die im dritten Training für nasse Verhältnisse sorgten. Das Höhentief, das diese Schauer verursacht hat, ist am Samstag schließlich weitergezogen, am Rest des Wochenendes soll es trocken bleiben.

Daten aus dem Rennen von 2023 waren ebenfalls nicht zu gebrauchen, weil das Autodromo Nazionale im Jahr 2024 einen komplett neuen Asphaltbelag erhalten hat.

Aston Martin und Toyota brachten kein Auto in die Hyperpole. Der Motorsport aktuell zufolge wurde Toyota in der Balance of Performance (BoP) nach der starken Saison massiv abgestraft. Überprüfen lässt sich das nicht, da die BoP von der WEC 2026 geheim gehalten wird. Die Performance im Qualifying stimmt aber für die These.

Die beiden TR010 Hybrid kamen nur auf die Plätze 15 und 16. Damit wird es extrem unwahrscheinlich, dass der Toyota #7 (Conway/Kobayashi/de Vries; 16.) noch den WM-Titel holt, denn er bräuchte ein Resultat an der Spitze. Sollte die BoP das nicht zulassen, ist die WM so gut wie entschieden.

Eine große Enttäuschung erlebte ausgerechnet der letztjährige IMSA-Qualifyingkönig Dries Vanthoor, der im BMW #15 (Magnussen/Marciello/D. Vanthoor; 17.) 1,084 Sekunden auf Teamkollege Sheldon van der Linde verlor. Ähnliches gilt für Mathys Jaubert im Genesis #17 (Lotterer/Derani/Jaubert; 13.), der 0,775 Sekunden auf Mathieu Jaminet verlor.

Tracklimits kosten Barrichello Pole

Eduardo Barrichello fuhr im Heart-of-Racing-Aston-Martin #23 (Newell/Barrichello/Adam; 4. LMGT3) in 1:47.065 Minuten in der LMGT3-Hyperpole eine Riesenrunde, die fast eine halbe Sekunde schneller war als die aller anderen. Allerdings wurde ihm die Zeit wegen Tracklimits aberkannt.

Somit wurde es eine zweite Pole für Hadrien David im ASP-Lexus #78 (van Rompuy/David/Masson; 1. LMGT3) nach den 6 Stunden von Spa. Titelfavorit Jonny Edgar belegte in der TF-Sport-Corvette #33 (Keating/Edgar/Catsburg) den zweiten Platz, gefolgt vom Proton-Ford #77 (Powell/Tuck/Priaulx; 3. LMGT3).

Die Mischung aus zehn Grad Lufttemperatur, noch halbfeuchter Strecke, keiner Reifenwärmer und Bronze-Fahrer im Auto führte fast zwangsläufig zu einer roten Flagge in der Qualifying-Sitzung.

Den Schwarzen Peter zog Francois Heriau, der den AF-Corse-Ferrari #21 (Heriau/Mann/Rovera) in der Variante Ascari in die Mauer stopfte und den Rest der Session zusehen durfte. An derselben Stelle hatte bereits die TF-Sport-Corvette #34 (Dempsey/Yoluc/Eastwood; 10. LMGT3) im dritten Training einen Abflug.

Da auch der AF-Corse-Ferrari #54 (Flohr/Castellacci/Rigon; 15. LMGT3) ausschied, schaffte es kein 296 LMGT3 Evo in die Hyperpole. Gleiches galt für beide McLaren und beide BMW. Durch die verpasste Pole ist der WRT-BMW #69 (McIntosh/Thompson/Harper; 16. LMGT3) aus der LMGT3-Titelentscheidung raus.

Start zum Rennen ist am Sonntag um 11 Uhr.

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