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Der TSV Buchbach hat dem TSV 1860 München am Freitagabend (30. Oktober) im Grünwalder einen brutalen Fight geliefert, musste sich aber Ende nach einem tollen Krimi vor 15.000 Zuschauern mit 3:4 geschlagen geben.
München – Durch die Niederlage ist die Mannschaft von Trainer Sven Zurawka auf Platz drei der Regionalliga Bayern abgerutscht, während die Löwen jetzt erster Verfolger von Spitzenreiter FC Memmingen sind. In einer furiosen Anfangsphase gaben die Löwen von Anfang an den Ton an, aber den ersten Treffer erzielten die Gäste aus Buchbach nach einem Vorstoß von Tobias Stoßberger über den rechten Flügel, als Tobias Heiland im Zentrum nach Ablage von Albano Gashi an den Ball kam und Keeper Vitus Eicher sehenswert das Nachsehen gab (5.).
Doch die Löwen zeigten sich keineswegs beeindruckt, hatten eine gute Ausgleichsmöglichkeit durch Michael Eberwein, bei der die Rot-Weißen auf der Linie klären konnten, ehe Ex-Profi Florian Niederlechner in der 17. Minute den Ausgleich erzielen konnte, nachdem Ludwig Zech einen Schuss von Lance Fiedler gerade noch abwehren konnte. Und es ging spektakulär weiter, denn in der 28. Minute belohnten sich die Giesinger mit dem Führungstreffer durch Felix Weber, der nach Flanke von Fabio Wagner aus kurzer Distanz einköpfen konnte – Spiel gedreht.
Aber die Buchbacher zeigten sich wenig beeindruckt, attackierten in der Folge sogar höher und schafften in der 33. Minute den Ausgleich durch Doppelpacker Heiland, der nach Zuspiel von Stoßberger aus 19 Metern erneut zur Stelle war. In der Folge konnte der Regionalliga-Dino die Dominanz der Löwen in einem wirklich flotten Spiel immer besser eindämmen und erzielte in der 42. Minute den erneuten Führungstreffer durch Samed Bahar, der nach einem coolen Querpass von Gashi aus 28 Metern flach neben den Pfosten traf – der achte Saisontreffer für den Kapitän der Rot-Weißen.
Nach dem Wechsel dann vertauschte Rollen, denn nun waren es die Buchbacher, die den Ton angaben und deutlich das Geschehen bestimmten. Und der Kultverein hatte dann auch ein klares Plus an Chancen, die beste in der 61. Minute, als ein Schuss des eingewechselten Fadhel Morou vermutlich wohl erst hinter der Linie geklärt wurde – der Ingolstädter Schiedsrichter Johannes Wagner entschied aber auf Weiterspielen. Umgekehrt ließ er auch einen Treffer von Joker Arian Ortivero Calderon wegen einer Abseitsstellung nicht gelten (67.).
Letztlich war es aber der zum Mittelstürmer umfunktionierte Innenverteidiger, der in der 82. Minute doch noch erfolgreich war und nach einem weiten Ball per Kopf zum 3:3 traf, nachdem zuvor Faton Dzemailji auf der anderen Seite den Deckel hätte draufmachen müssen. In der Schlussphase wogte die Partie hin und her, beide Mannschaften kämpften mit offenem Visier. Die Buchbacher waren nah dran am Dreier, als Daniel Muteba in der Nachspielzeit aus der Distanz abzog, doch dann war es Fiedler, der in der vierten Minute der Nachspielzeit Zech zum vierten Mal überwand. (MB)