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Bitterer Weltcup-Start für Marco Schwarz: Der ÖSV-Star scheidet im 1. RTL-Durchgang in Sölden früh aus. Lucas Pinheiro Braathen setzt die Bestzeit, auch Odermatt verliert Zeit.
Der erste Riesentorlauf des Winters beginnt für Österreich mit einem herben Rückschlag. Marco Schwarz, im Vorjahr noch Zweiter in Sölden, scheidet bereits im oberen Streckenteil aus. Während der Kärntner auf dem Rettenbachgletscher am Innenski wegrutscht, setzt Lucas Pinheiro Braathen die Bestzeit. Der Brasilianer führt vor den Topfavoriten, auch Marco Odermatt kann sein Tempo nicht mitgehen. Stefan Brennsteiner hält sich dagegen im Spitzenfeld.
Ausgerechnet jener Mann, der im Vorjahr nur 24 Hundertstel hinter Odermatt Zweiter geworden war, erwischte einen Fehlstart. Schwarz geriet schon im oberen Streckenteil in Schwierigkeiten, rutschte auf dem Innenski aus und schied aus.
Der 31-Jährige hatte für die neue Saison den Slalom gestrichen, um sich auf Riesentorlauf, Super-G und Abfahrt zu konzentrieren. Im oe24-Interview hatte er vor dem Auftakt noch einen Podestplatz als Ziel ausgegeben.
Die erste Bestzeit aus österreichischer Sicht setzte Brennsteiner. Der Salzburger übernahm mit Startnummer zwei zunächst die Führung und lag 15 Hundertstel vor dem Norweger Atle Lie McGrath.
Dann kam Pinheiro Braathen. Der amtierende Riesentorlauf-Weltcupsieger nahm Brennsteiner knapp eine halbe Sekunde ab und setzte sich an die Spitze.
Auch die großen Namen konnten vorerst nicht kontern. Loïc Meillard verlor vor allem im Schlussabschnitt Zeit, Marco Odermatt blieb ebenfalls hinter Brennsteiner. Norwegens Henrik Kristoffersen büßte im unteren Streckenteil viel Zeit ein.
Raphael Haaser hatte bereits im oberen Streckenteil Probleme und verlor 1,28 Sekunden auf Spitzenreiter Lucas Pinheiro Braathen.
Besser lief es für Joshua Sturm, der mit einer sauberen Fahrt und 1,16 Sekunden Rückstand vorerst Rang 13 belegte.
Patrick Feurstein büßte vor allem im Steilhang Zeit ein, blieb aber eine Hundertstelsekunde vor Sturm und teilte sich zwischenzeitlich mit River Radamus Platz zwölf.
Schon vor dem Start hatte die Rennleitung wegen des Wetters reagieren müssen. Der ursprüngliche Start wurde nach unten verlegt. Eine kräftige Windböe sorgte unmittelbar vor dem ersten Läufer für eine kurze Verzögerung.
Die Entscheidung fällt im zweiten Durchgang ab 13 Uhr (live ORF 1 und im Sport24-Liveticker).