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Fußball ist Volkssport? Zumindest brüstet er sich gern damit. Die Realität sieht oft anders aus. Das erfahren die Schalke-Fans aktuell (wieder mal) am eigenen Leib. Vor dem Spiel bei der TSG Hoffenheim (Sonntag, 8. November) sorgen angezogene Preise im freien Verkauf für großen Unmut.
📌 Das Problem des Top-Spiel-Zuschlags
Für die TSG bedeutet die schwache Fanunterstützung einen klaren Wettbewerbsnachteil. Den könnte man hinnehmen und auch Heimspiele unter Auswärtskulisse austragen. Oder man versucht alles, damit das nicht geschieht. Und wenn es selbst nicht zu verhindern ist, kassiert man immerhin noch ordentlich ab. Verwerflich?
Mag sein. Aber wer würde sich aus sportlicher Sicht freiwillig einem Wettbewerbsnachteil hingeben? Die TSG macht das, was in dieser Situation wohl jeder tun würde. Den größtmöglichen Vorteil für den eigenen Verein herausschlagen. Die Spielregeln erlauben es schließlich. Und da liegt das Problem.
Der Spruch „don’t hate the player, hate the game“ mag ausgelutscht klingen, aber er trifft hier hervorragend. Der Verein nutzt die Lockerheit der Bundesliga-Regeln schamlos aus. Nicht die feine Art, aber legitim. Hier muss der Verband eingreifen, Top-Spiel-Zuschläge abschaffen, oder zumindest regulieren.
Schließlich regelt in unserer Gesellschaft die Nachfrage in Relation zum Angebot den Preis. Nach diesem Grundsatz wären erhöhte Preise also schlichtweg eine logische Folge der riesigen Ticket-Nachfrage bei jedem S04-Spiel. Und nach dieser rein kapitalistischen Logik handelt auch die TSG Hoffenheim.
Doch, wenn sich der Fußball wirklich als Volkssport verstehen möchte, müssen die Verbände, in dem Fall die Bundesliga, eingreifen. Denn ein Bundesliga-Spiel muss bezahlbar bleiben. Und die Stadien im Sinne des Sports möglichst voll. Denn, kleine Randnotiz zum Schluss, die TSG Hoffenheim hat es mit ihrem Top-Spiel-Zuschlag wohl zu weit getrieben.
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Ganze Reihen sind am Freitag (6. November) noch im freien Verkauf verfügbar. Viele Schalker scheinen es also ernst mit dem Protest gegen die überteuerten Ticketpreise zu nehmen. Die Bundesliga könnte sich daran ruhig eine Scheibe abschneiden.