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Dietmar Hamann sieht die geplatzte Vertragsverlängerung von Ex-Spieler Leroy Sane als großen Glücksfall für den FC Bayern München.
München – Dietmar Hamann hat sich deutlich zu Leroy Sané geäußert. Der frühere Bayern-Profi und heutige TV-Experte sieht es als Glücksfall für den FC Bayern München, dass die im Frühjahr 2025 angestrebte Vertragsverlängerung mit dem Flügelspieler nicht zustande kam. Bei Sky Austria sagte Hamann: „Er hätte auch in München bleiben können, aber ich glaube, die Bayern sind mit großem Glück vorbeigeschrammt an dieser Geschichte.“
Damals hatten die Münchner um Sportvorstand Max Eberl eine Verlängerung ursprünglich angestrebt. Sané wechselte schließlich im Sommer 2025 ablösefrei zu Galatasaray. Für Hamann war das aus Bayern-Sicht die bessere Entwicklung. „Dass er nicht mehr in der Lage ist, Mannschaften zu helfen, das hat man in den letzten 18 Monaten gesehen“, sagte er.
Zur Begründung verwies Hamann auf Sanés sportliche Bilanz. Der 30-Jährige hatte in München 61 Tore erzielt und 55 Treffer vorbereitet. In Istanbul läuft es dagegen nicht nach Plan. Bei Galatasaray war er in 57 Spielen an 16 Toren beteiligt und kommt meist von der Bank. In der laufenden Saison wartet er nach 14 Pflichtspielen noch auf seine erste Torbeteiligung. Beim 2:0 gegen Stuttgart wurde er erst in der 77. Minute eingewechselt und setzte kaum Akzente.
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Hamann zeichnete auch ein Bild der Stimmung in Istanbul. „Wenn du die Fans in Istanbul fragst, dann sagen die: lieber heute weg als morgen. Und da ist er selbst schuld“, erklärte er. Zudem fragte er: „Vielleicht sollten wir mal die Fans fragen, wie gefrustet die sind, dass ein deutscher Nationalspieler kommt.“ Die Bilanz bezeichnete er als „sehr überschaubar“.
Sanés Karriere sieht er auf dem absteigenden Ast. Die beste Phase habe er in München gehabt, nämlich sechs bis acht Monate unter Thomas Tuchel. „Seitdem geht es, nicht stetig bergab, aber immer mal wieder und sicher nicht nach oben“, so Hamann. Eine Zukunft im europäischen Spitzenfußball erkennt Hamann für Sané nicht mehr. Er hält einen Wechsel nach Saudi-Arabien oder in die MLS für denkbar. Der Vertrag des Nationalspielers läuft in Istanbul bis 2028. Sein Nettogehalt soll bei neun Millionen Euro pro Jahr liegen. (smr)