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Viel Anerkennung und Freude für Niclas Füllkrug. Der Stürmer verdient sich seine DFB-Rückkehr. Seine Dünnhäutigkeit bei dem Thema passt allerdings nicht zu ihm.
Ich kenne wirklich niemanden, der sich in den letzten Wochen nicht für Niclas Füllkrug gefreut hat. Mir geht’s genauso. Bei jedem Treffer des Stürmers war da dieses Gefühl von: Was für eine tolle Story. Ehrliche Freude. Fast schon märchenhaft, was dem Werder-Rückkehrer gelang.
Was mich allerdings genauso verwundert hat: Die trotzigen Reaktionen, wenn ihn ein Reporter auf das Thema Nationalmannschaft ansprach. Am Samstagabend brach er nun sogar beleidigt ein Interview ab. „Nee, danke, ciao“.
Füllkrugs Empfindlichkeit überrascht. Sie passt nicht zu ihm. So ein anerkannter Typ, der die Herzen vieler Fans mit seiner so erfrischend authentischen Art erreicht, hat so ein trotziges Verhalten nun wirklich nicht nötig.
Für mich wirkten seine Interviews zuletzt so, als sei Füllkrug noch getroffen davon, nach seiner tollen EM im eigenen Land vor zwei Jahren nahezu keine Rolle mehr in der Nationalmannschaft gespielt zu haben. So verstehe ich das, wenn er andauernd kundtut, Respekt zu vermissen.
Aber was hat er erwartet? Der Stürmer war andauernd verletzt, und wenn er mal spielte, dann wusste er für seine Vereine West Ham (29 Spiele, 3 Tore) und Milan (20 Spiele, 1 Tor) kaum zu überzeugen.
Jetzt ist Füllkrug wieder da. Nicht nur fulminant in der Bundesliga. Sondern auch vollkommen verdient im Deutschland-Kader. Er strahlt in diesen Wochen sogar mehr Torgefahr als Harry Kane aus. Ich wünsche ihm, dass er diese Form auch bei Jürgen Klopp beweisen und bei Werder so lange wie möglich halten kann. Und seine unverstellte und wohltuende Art künftig auch nach seinen Spielen zeigt.