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Bezzecchi (4.) überzeugt: «Die Weltmeisterschaft ist noch nicht gelaufen»
Marco Bezzecchi schaffte es im Sprint auf Rang 4 Foto: Gold and Goose Marco Bezzecchi schaffte es im Sprint auf Rang 4 © Gold and Goose

Der Begriff «Rhythmusstörung» trifft es gut, wenn um den Sprint-Samstag auf Phillip Isalnd und Marco Bezzecchi geht. Denn nach einem fabelhaften Auftakt des Australien-GP – Bezzecchi war im Zeittraining Schnellster und in der Nähe des Rundenrekords – ging es am mittleren Tag des Events mit größeren Ausschlägen zurück und wieder nach vorne.

Im nassen FP2 schlug sich der Racer aus Rimini mit Rang 4 einwandfrei, Probleme auf Regenreifen waren nicht offensichtlich. Doch in einem Mix aus Pech (Bezzecchi wurde aufgehalten) und mangelndem Vertrauen auf der weniger nassen Strecke spuckte das Q2 den Aprilia-Werksfahrer nur auf Position 9 aus.

Von hier tat sich «Bez» wenig überraschend schwer. Und doch gelang de Nummer 72 eine bemerkenswerte Aufholjagd, die auch von er drittschnellsten Rennrunde dokumentiert wurde. Bezzecchi, der in Runde 1 bis auf Platz 12 zurückgereicht wurde schaffte es sich mit einer fehlerfreien Fahrt noch bis auf Rang zu bringen. Selbst Rang 3 schien und damit ein Extrabonus an WM-Punkten schien in Aussicht, doch im Finale kam Bezzecchi nicht mehr an Landsmann Fabio Di Giannantonio vorbei. Bemerkenswert: Das Ziel erreichte der beste Aprilia-Pilot lediglich 1,074 s hinter Sieger Marquez.

Die Aussagen Bezzecchi nach dem kurzen Rennen waren von Licht und Schatten geprägt. «Ich kann nicht sagen, warum genau ich im Qualifying keine bessere Zeit hinbekommen habe. Als es ganz trocken war lief es sehr gut, ebenso als es sehr nass war aber dazwischen hat etwas gefehlt. Ich kann es nicht rückgängig machen. Mit dem Sprint muss ich ansonst aber zufrieden sein, es hat Spaß gemacht zu überholen, aufzuholen und auch die Spitze im Augen zu haben – nur gewinnen hätte noch mehr Spaß bereitet.»

Bezzecchi, der erst im Mediengespräch von den Verletzungen seines Teamkollege erfuhr, zeigte sich geschockt: «Shit! Das ist sehr traurig und schade für Jorge, der einen sehr starken Job gemacht hat. Es ist auch hart für das gesamte Aprilia-Projekt. Ich hoffe ich sehe Jorge noch bevor er abreist. Ich schicke ihm auch so einen Drücker und hoffe das er schnellstmöglich wieder fit wird.»

Willkommen auf Phillip Island
Willkommen auf Phillip Island Foto: Gold & Goose
Marc Márquez
Marc Márquez Foto: Gold & Goose
Fans
Fans Foto: Gold & Goose
Aprilia
Aprilia Foto: Gold & Goose
Brad Binder
Brad Binder Foto: Gold & Goose
Diogo Moreira
Diogo Moreira Foto: Gold & Goose
Jorge Martin
Jorge Martin Foto: Gold & Goose
Fabio Di Giannantonio
Fabio Di Giannantonio Foto: Gold & Goose
Ai Ogura
Ai Ogura Foto: Gold & Goose
Pecco Bagnaia
Pecco Bagnaia Foto: Gold & Goose
Pedro Acosta
Pedro Acosta Foto: Gold & Goose
Fans
Fans Foto: Gold & Goose
Brad Binder
Brad Binder Foto: Gold & Goose
Jorge Martin
Jorge Martin Foto: Gold & Goose
Johann Zarco
Johann Zarco Foto: Gold & Goose
Marco Bezzecchi
Marco Bezzecchi Foto: Gold & Goose
Start des Sprint-Rennens
Start des Sprint-Rennens Foto: Gold & Goose
Alex Márquez
Alex Márquez Foto: Gold & Goose
Jack Miller
Jack Miller Foto: Gold & Goose
Sprint-Rennen
Sprint-Rennen Foto: Gold & Goose
Marco Bezzecchi
Marco Bezzecchi Foto: Gold & Goose
Jorge Martin und Marc Márquez
Jorge Martin und Marc Márquez Foto: Gold & Goose
Marc Márquez
Marc Márquez Foto: Gold & Goose
Alex Márquez, Marc Márquez, Fabio Di Giannantonio
Alex Márquez, Marc Márquez, Fabio Di Giannantonio Foto: Gold & Goose
Sprint-Sieger Marc Márquez
Sprint-Sieger Marc Márquez Foto: Gold & Goose
Alex Márquez
Alex Márquez Foto: Gold & Goose

Willkommen auf Phillip Island

© Gold & Goose

Was die WM-Situation betrifft, zeigte sich Marco Bezzecchi kämpferisch: «Ich sage, dass die Weltmeisterschaft noch nicht vorbei ist. Wir haben erlebt was es für eine verrückte Saison ist». Die Situation in der Tabelle hat sich mit dem Sprint dennoch klar zugunsten Rot gedreht. Marc Marquez hat 10 Punkte Vorsprung auf den frisch verletzten Jorge Martin und 50 Punkte Vorsprung auf Marco Bezzecchi.

Trotz des starken Rennens von Marco Bezzecchi war die Wahrnehmung eine andere. Während die RS-GP-Fahrer auf trockener Piste dominiert hatten, drehte ich das Rennsportschicksal binnen 24 Stunden wieder gegen Noale: Jorge Martin im Krankenhaus, Raul Fernandez ebenfalls verletzt, Ai Ogura bestraft, Bezzecchi nicht auf dem Podes, so die Realität noch vor dem Großen Preis von Australien.

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