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Wenn Merlin Polzin bei der Pressekonferenz am Freitag über die aktuelle Personallage des HSV spricht, wird er eine lange Liste vorlesen müssen. Neben dem Langzeitverletzten Nicolai Remberg fehlen den Hamburgern am Sonntag im Spiel bei Eintracht Frankfurt auch Fabio Vieira, Bilal Nadir und Yussuf Poulsen. Auch der Einsatz von Nicolas Capaldo ist unwahrscheinlich. Zudem gab es nach dem Pokalspiel gegen Frankfurt noch Fragezeichen hinter den Einsätzen von Sebastiaan Bornauw und Jordan Torunarigha.
Zumindest im Fall von Torunarigha gibt es nun gute Nachrichten. Der Innenverteidiger konnte beim Training am Donnerstag wieder dabei sein. Damit stehen die Chancen gut, dass der 29-Jährige auch am Sonntag wieder zur Verfügung steht.
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Die Rückkehr von Torunarigha wäre vor allem dann wichtig, wenn Abwehrchef Bornauw entgegen der Prognose von Polzin in Frankfurt doch nicht spielen kann. Nach seiner Gesichtsverletzung im Pokalspiel gegen die Eintracht musste U-21-Verteidiger Jason Bissi-Mouelle zur zweiten Halbzeit einspringen. Der 18-Jährige machte seine Sache als zentraler Mann in der Fünferkette ordentlich, verlor beim 0:1 durch Robin Koch aber den Torschützen aus den Augen. Die Erfahrung von Torunarigha könnte der HSV in Frankfurt gut gebrauchen.
Hinzu kommt: Mit einem Topspeed von 34,65 km/h ist der Verteidiger der am schnellsten gemessene HSV-Profi in dieser Saison. Aber auch seine Kollegen aus der Innenverteidigung, Warmed Omari (34,43), Capaldo (34,43) und Bornauw (34,28) liegen mit ihren Werten allesamt in der Liste der 50 schnellsten Spieler der Bundesliga.
Gegen die laufstarken Eintracht-Stürmer Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib, die unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp aufgrund ihrer intensiven Spielweise beide eine wichtige Rolle spielen, ist die Sprintstärke der HSV-Abwehr durchaus von Bedeutung.
Ob Polzin nach der Rückkehr von Torunarigha auch bei Bornauw gute Nachrichten verkünden kann, dürften die HSV-Fans schon bei der Pressekonferenz am Freitag erfahren.