Zurück
Am 5. November wird Jürgen Klopp den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die bevorstehenden Spiele in der Nations League bekanntgeben. Der Bundestrainer wird gegen Serbien (13. November) und die Niederlande (16. November) zwar nicht mehr auf einen XXL-Kader zurückgreifen, dennoch dürfen sich einige Akteure, die zuletzt nicht nominiert wurden, Hoffnung auf eine Berufung machen.
Bei Füllkrug sprechen die Zahlen für sich. Der wuchtige Neuner erzielte in neun Spielen elf Tore und ist in absoluter Topform. Dass Fülle weitere Länderspieleinsätze sammelt, ist trotzdem mehr als fraglich. Der Grund dafür ist simpel: Offenbar ist er zu alt für Klopps Zukunftsvision. Der Bundestrainer sagte zuletzt über den Werder-Knipser: „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga gerade ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld.“
Ähnlich treffsicher wie Füllkrug zeigte sich Tietz in den vergangenen Wochen. Der Mittelstürmer von Mainz 05 steht in Liga und Pokal bei neun Toren in neun Spielen. Der gebürtige Braunschweiger ist zudem dreieinhalb Jahre jünger als Füllkrug. Das könnte ihn zu einem ernsthaften Kandidaten für eine Nominierung machen. Denn ein Stürmertor blieb in den ersten vier DFB-Partien unter Klopps Ägide aus.
Außenseiterchancen hat Mohya. Der Youngster trumpft bei den kriselnden Gladbacher auf. Schon in der Vorsaison ließ Mohya sein Talent immer wieder aufblitzen. Jetzt hat der offensive Mittelfeldspieler noch einen Schritt nach vorne gemacht. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Mohya aber erst weiter den Weg über die U21 gehen wird, bevor er für Klopp infrage kommt.
Über die U21 ging es für Brunner bislang auch nicht hinaus. Bei der AS Monaco sorgte der Angreifer für positive Schlagzeilen. Acht Tore stehen nach zehn Spielen zu Buche, in der UEFA Conference League wusste Brunner auch auf internationalem Parkett zu überzeugen. Das macht den Youngster automatisch zum Kandidaten für Klopp. Vor einer Woche sagte Brunner allerdings, es habe noch keinen Kontakt zum Bundestrainer gegeben: „Die Aktion kommt von ihm, ich mache hier einfach weiter.“
Bei Beier zeigt die Formkurve nach oben. Auch wenn der 24-Jährige im System von Borussia Dortmund unter Niko Kovac keine Idealposition hat, will ihn beim BVB niemand missen. Denn bei seinen Einsätzen liefert Beier konstant ab. Vor allem auch dann, wenn er von der Bank kommt. Und genau da hakte es bei der Nationalmannschaft, denn Klopps Einwechslungen verpufften größtenteils ohne großen Impact.