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NBA-Preseason: Starker Moritz Wagner wehrt sich gegen unaufhaltsamen Giannis Antetokounmpo - Victor Wembanyama liefert Dunk-Show für die Spurs

Die Brooklyn Nets werden von den Miami Heat überrollt, aber immerhin der DBB-Star weiß zu überzeugen. Bei den Spurs stopft Wemby nach Belieben und auch ein Märchen geht in San Antonio weiter.

Jalen Duren meldet sich nach seinem monatelangen Drama eindrucksvoll zurück und bei den Charlotte Hornets steht erstmals das deutsche Trio auf dem Parkett.

Die Highlights der NBA-Preseason im Roundup.

NBA-Preseason: Die Ergebnisse auf einen Blick

Miami Heat

Brooklyn Nets

Boston Celtics

Charlotte Hornets

114:98

Minnesota Timberwolves

Detroit Pistons

106:128

Milwaukee Bucks

Chicago Bulls

104:125

San Antonio Spurs

Phoenix Suns

123:103

Dallas Mavericks

New Orleans Pelicans

97:101

Los Angeles Clippers

Denver Nuggets

122:110

Brooklyn Nets Media Day

Miami Heat - Brooklyn Nets 144:128

Bereits bei seinen ersten beiden Auftritten im neuen Nets-Jersey wusste Moritz Wagner durchaus zu überzeugen. Gegen die Heat fiel dann nach vier Fehlversuchen bisher auch erstmals der Dreier - und zwar richtig gut. "Moe" traf alle seine drei Triples und präsentierte sich auch aus dem Zweierbereich äußerst effizient, sodass er insgesamt 15 Punkte (6/7 FG, 3/3 3FG) verbuchte. Hinzu kamen 2 Rebounds, 2 Assists sowie ein Block in 22 Minuten.

Auf die gleiche Punkteausbeute brachten es Neuzugang Julius Randle und Rookie Mikel Brown Jr., der sein Preseason-Debüt feierte. Übertroffen wurden sie alle bei Brooklyn von Egor Denim (17, 4/7 3FG) und Michael Porter Jr. (27, 4/8 3FG). Bei aller offensiven Freude wurden jedoch die zu erwartenden defensiven Probleme der Nets offensichtlich. 144 zugelassene Punkte sowie eine Field-Goal-Quote von fast 60 Prozent bei den Heat sprachen eine deutliche Sprache.

Insbesondere für Giannis Antetokounmpo fand Brooklyn überhaupt kein Gegenmittel. Der "Greek Freak" verfehlte zwar seine beiden Distanzwürfe und schwächelte von der Freiwurflinie (4/9), durfte aber sonst nach Belieben am Korb für Ärger sorgen (20, 8/8 2FG). Mit 15 Rebounds und 9 Assists tobte er sich auch fernab vom Scoring ohne den angeschlagenen Bam Adebayo fleißig aus. Andrew Wiggins kam auf 19 Zähler.

Charlotte Hornets v Boston Celtics

Boston Celtics - Charlotte Hornets 114:93

Das "German Team" der NBA schickte erstmals die volle schwarz-rot-goldene Kapelle aufs Feld. Neben Dennis Schröder und Hannes Steinbach konnte auch Rookie-Spielmacher Christian Anderson nach Wadenverletzung erstmals in der Saisonvorbereitung unter Wettkampfbedingungen mitwirken. Anderson schlug sich defensiv wacker und fand offensiv immer wieder seine Spots für den gefürchteten Jumper. 10 Punkte (4/8 FG, 2/3 3FG), 2 Steals sowie ein Assist und ein Rebound waren eine erste ordentliche Arbeitsprobe.

Damit sammelte Anderson auch gleich doppelt so viele Zähler wie sein Mentor. Schröder, der ohne Coby White erneut als Starter aufs Parkett geschickt wurde, erlebte einen unauffälligen Abend (5 PTS, 2/6 FG, 3 REB, 2 AST). Steinbach, der zuletzt die ein oder andere Duftmarke gesetzt hatte, wirkte nur 6 Minuten lang mit (2 PTS, 3 REB). Bei den verletzungsgebeutelten Hornets hatte Brandon Miller grünes Licht und nahm sich 17 Würfe, die ihm allerdings nur 16 Punkte bescherten. Damit teilte er sich den Titel als Topscorer mit Tidjane Salaün. Der brauchte dafür jedoch nur neun Versuche.

Die Celtics konnten auf der Gegenseite ihre Stars aufbieten, setzten sich dann aber erst im Schlussviertel deutlich ab (29:16). Boston halfen die Turnoverprobleme der Hornets, die den Ball 29 Mal herschenkten. Jayson Tatum führte die Celtics mit 19 Zählern, 8 Rebounds und 6 Assists an, Derrick White markierte 17 Punkte und Neemias Queta 16 Zähler. Payton Pritchard, der kürzlich seinen Vertrag verlängert hat, hatte zwar Probleme mit seinem Wurf (7, 3/11 FG), glänzte aber als Spielmacher (11 AST). Paul George hatte ähnlich wenig Zielwasser getrunken (5, 2/10 FG, 1/7 3FG).

Orlando Magic v Detroit Pistons - Game Seven

Minnesota Timberwolves - Detroit Pistons 106:128

Duren, Detroit und Drama waren die bestimmenden Stichworte, die die NBA-Schlagzeilen im Sommerloch zu füllen wussten. Der All Star wollte monatelang keinen neuen Vertrag bei den Pistons unterschreiben und sorgte mit seiner Verhandlungstaktik bis zur letzten Sekunde dafür, dass sich viele Experten und Fans über ihn das Maul zerrissen. All die Mäuler wollte der Center bei seinem Preseason-Debüt mal kurz stopfen und schnell zum Schweigen bringen: Eine Viertelstunde brauchte er für 24 Punkte (8/9 FG, 8/8 FT). Jetzt das Gleiche nur in einem halben Jahr in den Playoffs und die 200 Millionen Dollar sehen nach einem Schnäppchen aus.

Die Scharfschützen der Pistons hatten ihre Visiere unterschiedlich eingestellt. Duncan Robinson (15 PTS) jagte vier seiner fünf Dreier durch die Reuse, Isaiah Joe war bei fünf Versuchen von Downtown nur einmal erfolgreich. Der Neuzugang kam aber trotzdem auf 14 Punkte. Cade Cunningham (14 PTS, 9 AST) dirigierte gewohnt.

Auf der anderen Seite waren die Timberwolves zwar stark gestartet (38:29), doch waren völlig chancenlos gegen den Bully Ball der Pistons in der Zone (30:64). Es half auch nicht, dass Superstar Anthony Edwards fast nur von der Linie punkten konnte (20, 5/15 FG, 1/5 3FG, 9/9 FT). LaMelo Ball hatte ebenso nicht allzu viel Wurfglück (3, 1/5 FG). Immerhin kam Jonathan Kuminga auf effiziente 16 Zähler (5/6 FG).

Milwaukee Bucks - Chicago Bulls 104:125

Guter Auftritt der jungen Bulls, bei denen aus der Starting Five gleich vier Akteure zweistellig scorten. Das heißeste Händchen hatte Matas Buzelis, der erstmals in der Preseason unter Beweis stellen konnte, dass sich das Training mit Dirk Nowitzki gelohnt haben könnte. Der Forward markierte 19 Punkte (6/9 FG, 5/7 3FG).

Rookie-Hoffnung Caleb Wilson zeigte derweil Licht (10 PTS, 4 REB, 3 AST) und Schatten (1/5 3FG, 4 TO, Foulprobleme). Norman Powell fand den Weg an die Charity Stripe (16, 8/10 FT) und Jalen Smith schnappte sich neben 15 Zählern noch 5 Rebounds am offensiven Brett. Josh Giddey, der als einziger Starter die Double Digits verfehlte (6 PTS), verteilte immerhin 9 Vorlagen. Von der Bank setzte zudem Leonard Miller ein Ausrufezeichen (18 PTS, 7 REB).

Die jungen Bucks waren auf der anderen Seite zeitweise völlig überfordert, erlaubten sich bis zur Halbzeit 17 Ballverluste und lagen bis dahin auch schon mit 39:62 zurück. Angeführt wurde Milwaukee von Kam Jones (23), der von der Bank kam. Der Backcourt mit Brayden Burries und Kasparas Jukucionis fiel zwar mit Problemen beim Dreier (insgesamt 2/11 3FG) und Problemen beim Spielvortrag (insgesamt 8 TO) auf, doch brachte es zusammen auch auf 37 Punkte. Ousmane Dieng verbuchte im Frontcourt ein Double Double (10 PTS, 11 REB).

Phoenix Suns  v San Antonio Spurs

San Antonio Spurs - Phoenix Suns 123:103

Die drei Dreier passten allesamt nicht, sodass sich 2,24-Meter-Mann Victor Wembanyama einfach auf die Basics beschränkte und eine kleine Dunk-Party veranstaltete. So standen nach 23 Minuten dann doch effiziente 19 Punkte (9/14 FG) im Boxscore. Dazu noch 5 Rebounds, 3 Assists, 2 Steals und 4 Blocks - das Übliche halt.

Zu Wembys Dunk-Party kam auch Dylan Harper, der sich per explosiven Putback-Dunk einfach selbst einlud, und mit seiner Flugeinlage für einige ungläubige Blicke sorgte. Der Youngster markierte 9 Punkte und 6 Rebounds und wurde von Head Coach Mitch Johnson im Three-Guard-Lineup neben De'Aaron Fox (9 PTS, 4 AST) und Stephon Castle (18 PTS, 14/15 FT) aufgeboten. Von der Bank machte Carter Bryant mit 16 Zählern auf sich aufmerksam, während die märchenhafte Geschichte von Jon Elmore (2 PTS, 1 REB) weitergeht.

Auf der anderen Seite schonten die Suns ihre Stars. In der Abwesenheit von Devin Booker und Co. schwangen sich der perfekte Ryan Dunn (15, 6/6 FG, 3/3 FT) und Jamaree Bouyea (15, 8 AST) zu den Topscorern auf. Koa Pet und Kennedy Chandler schafften es mit jeweils 10 Zählern ebenfalls zweistellig in den Boxscore. 22,6 Prozent von Downtown waren aber zu wenig, um die Spurs ein zweites Mal in dieser Preseason zu schlagen.

Dallas Mavericks - New Orleans Pelicans 97:101

Die Mavericks schonten einen Großteil ihrer Rotation, darunter auch Cooper Flagg und Kyrie Irving. So blieb aus dem Nr.1-Pick-Trio nur Zaccharie Risacher, der jedoch erneut nicht allzu viel Hoffnung ausstrahlte (6, 3/11 FG, 0/7 3FG). Viel mehr Erfolg von Downtown hatten auch die restlichen Mavs nicht, sodass Dallas gerade einmal jeden fünften Dreier versenkte (10/49 3FG). John Poulakidas tat sich da noch positiv hervor (16, 4/8 3FG) und Tobi Lawal probierte es einfach gar nicht erst von draußen und kam ebenfalls auf 16 Punkte. Zweistellig scorten sonst nur Seth Lundy (13) und Sergio de Larrea (10, 6 AST, 5 TO).

Dass das Endergebnis trotzdem knapp war, lag daran, dass die Pelicans ihren vermeintlich sicheren Vorsprung in der Schlussphase fast noch herschenkten. Zudem hatte sich New Orleans, das ebenfalls mit einigen spannenden (oder vielmehr: "spannenden") Lineups auflief, ebenfalls hinter der Dreierlinie nicht mit Ruhm bekleckert (8/27 3FG). Jeremiah Fears legte 16 Zähler auf, Derik Queen schoss Fahrkarten (6, 1/9 FG) und Bankspieler Zion Williamson war perfekt aus dem Feld (4/4 FG) - und etwas weniger perfekt von der Freiwurflinie (0/4 FT).

Denver Nuggets v Los Angeles Clippers

Los Angeles Clippers - Denver Nuggets 122:110

Die Niederlage werden die Nuggets grundsätzlich gut verkraften können, einen möglichen Ausfall von Julian Strawther eher weniger. Eine offizielle Diagnose steht noch aus, der 24-Jährige könnte sich jedoch schlimmer am Knie verletzt haben. Bis zu seinem Ausfall hatte er sich erneut empfohlen und 11 Punkte (4/9 FG, 3/7 3FG) gesammelt.

Mehr Punkte als Strawther sammelten bei den Nuggets nur Jamal Murray (14), Cam Whitmore (17) und der diesjährige Secondrounder Trevon Brazile (22). Nikola Jokic füllte den Boxscore in seiner limitierten Spielzeit zwar mit 6 Rebounds und 7 Assists, aber traf nur einen seiner sechs Würfe.

Die Clippers durften sich über eine ausgeglichene Teamleistung freuen, bei der Rui Hachimura (16), Darius Garland (14), Derrick Jones Jr. (14) und Keaton Wagler (12) allesamt zweistellig scorten. Nur Isaiah Jackson scheiterte aus der Starting Five an der Zehn-Punkte-Hürde. Mit 9 Zählern allerdings auch nur denkbar knapp. Baba Miller steuerte von der Bank noch 15 Punkte bei.

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