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„Nichts mit Fußball zu tun“: Said El Mala kritisiert Leverkusener Profis
Rudelbildung, auch Said El Mala ist involviert.
Beim Spiel des FC gegen Leverkusen kam es zu einer Rudelbildung.

Elf Gelbe Karten verteilte Schiedsrichter Felix Zwayer in einer hitzigen Partie zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen. Der Unparteiische hatte das Spiel dabei nicht immer unter Kontrolle. Nicklig ging es zudem keineswegs nur in den Zweikämpfen zu.

Mal ein Schubser, mal ein Rempler, dazu oft viel Theatralik: So nahm auch Said El Mala die Begegnung wahr. Nach dem Schlusspfiff machte der Kölner seinem Ärger über die Leverkusener so richtig Luft.

El Mala vermisst Fairplay bei Bayer Leverkusen

„Was man gemerkt hat: Bei jedem Foul haben die sich keine Ahnung wie oft gedreht und was weiß ich. Das hat nichts mit Fußball zu tun, meiner Meinung nach“, sagte der FC-Star bei Streaminganbieter Dazn. Dabei beließ es der deutsche Nationalspieler nicht, er legte sogar noch nach: „Das ist schon ein bisschen lächerlich, aber wenn der Schiri dann so pfeift, dann pfeift er so, was soll man machen.“

Über die gesamten 90 Minuten hatten die Leverkusener El Mala bearbeitet, häufig an der Grenze des Legalen oder auch darüber hinaus. Pfiffe gab es dafür nur selten. Noch mehr auf die Palme brachte ihn allerdings eine Szene in der 50. Minute.

Moore war im Mittelfeld liegen geblieben, und Borna Sosa wartete darauf, dass Schiedsrichter Zwayer die Partie unterbrach. Doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. Bayers Moreira nutzte die Situation und luchste Sosa, der bereits abgeschaltet hatte, an der Seitenlinie den Ball ab. Die Fans reagierten mit einem wütenden Pfeifkonzert. Auf dem Platz kam es anschließend zu einer Rudelbildung.

Entsprechend sauer äußerte sich El Mala zu dieser Szene: „Fußball ist immer noch ein Fairplay-Sport. Und wenn dann einer liegt und die Leverkusener da weiterspielen, das geht überhaupt nicht in meinen Kopf, warum man das macht.“ Auch das Gespräch mit dem Gegner suchte er, wie er ergänzte: „Ich habe mit den Spielern gesprochen, es geht für mich gar nicht, dass man da dann nicht ins Aus ausspielt. Wir hören auf zu spielen und die spielen einfach weiter. Keine Ahnung, warum das so passiert.“

Diplomatischer gab sich Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler. Explizit zum Gegner und zu Schiedsrichter Zwayer wollte er sich später in den Katakomben nicht äußern. Vielsagend deutete er lediglich an: „Das von Said habe ich auch gehört. Die Einschätzung wird sicherlich der eine oder andere teilen, aber es geht ja nicht darum, ob ich die teile.“

Zum Ärger über den Gegner kam die bittere 1:2-Niederlage gegen schlagbare Leverkusener. So konnte sich der Kölner am Ende nicht einmal über sein Brüder-Tor mit Malek freuen. Der ältere El Mala bereitete den Anschlusstreffer mit einer sehenswerten Flanke vor und kam damit im zweiten Spiel für den FC auf seinen zweiten Scorer. (red)

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