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Die Handballerinnen von Borussia Dortmund haben am siebten Spieltag der Handball Champions League der Frauen gegen die montenegrinischen Vertreterinnen aus Buducnost in letzter Minute mit 24:25 (13:9) verloren und verpassen damit wichtige Punkte im Kampf um die K.o.-Phase in der Champions League.
In einer ausgeglichenen und von der Defensive geprägten Partie führten die Dortmunderinnen über weite Strecken, gaben ihre zwischenzeitliche vier-Tore-Führung aber wieder aus der Hand und verloren knapp in letzter Minute. Auf Seiten des BVB war Alina Grijseels mit fünf Toren beste Werferin. Buducnosts Durdina Kaukovic traf neun Mal.
Mit Buducnost hatten die BVB-Handballerinnen es mit einem unangenehm zu spielendem Gegner zu tun: Körperlich präsent und mit einer kompakten Deckung. Und so starteten die Gästinnen auch in die Partie, ließen wenig zu und gingen mit 3:1 in Führung. Den Dortmunderinnen gelang es aber zügig - angeführt von Nationalspielerin Alina Grijseels - die durchaus torarme Partie ausgeglichen zu gestalten.
Nach zehn Minuten schwächten sah Jelena Radivojevic die Rote Karte. Sie hatte in einer Angriffsaktion Laetitia Quist mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen. Daraus konnten die Borussinen aber erstmal kein richtiges Kapital schlagen. 4:4 Insbesondere das Spiel über den Kreis gelang Buducnost gut, die der Defensive ließen sie wenig zu. Es blieb beim offenen Schlagabtausch.
Die Einwechslung von Mareike Thomaier brachte schließlich den BVB in Front. Der Spielmacherin gelang es mehr Bewegung in die Offensive zu bringen, Lücken zu reißen und ihre Mitspielerinnen in Szene zu setzen. Sechs Minute vorm Pausenpfiff traf Grijseels zum 11:7 und damit zur ersten 4-Tore-Führung der Gastgeberinnen. Sieben Minuten war Buducnost zu diesem Zeitpunkt ohne Torerfolg. Mit 13:9 ging es in die Kabine.
An diese Leistung knüpften die Borussinnen in der zweiten Halbzeit nur kurz an. Aus dem 19:15 in der 40. Minute machten die Gästinnen innerhalb von fünf Minuten ein 19:19. Insbesondere die eingewechselte Keeperin Armelle Attingré machte dem BVB das Leben schwer. 21:21, 23:23, 24:24 - die beiden Mannschaften verschoben die Entscheidung bis in die letzte Spielminute.
Bei angezeigtem Zeitspiel und nur noch einem verbleibenden Pass setzte Dana Bleckmann den direkten Freiwurf knapp über das Tor. Buducnost spielten die verbleibenden 30 Sekunden clever aus. Mittelfrau Jovana Skrobic nahm sich acht Sekunden vor Ende den Wurf, den sie präzise an die Latteninnenseite zum 24:25-Endstand setzte. Für Buducnost ist es erst der zweite Sieg in der laufenden Champions League Saison.
Für die Borussinnen ist es nach der deutlichen Niederlage gegen ungarischen Klub FTC Budapest am vorherigen Spieltag die zweite Niederlage in Folge in der Königsklasse. Mit drei Siegen aus sieben Spielen bleiben sie aber vorerst auf dem fünften Tabellenplatz.
Sieben Spiele stehen in der Gruppenphase der Handball Champions League noch aus. Die beiden Tabellenersten ziehen direkt Viertelfinale. Die Teams auf den Rängen drei bis sechs qualifizieren sich für die Play-Offs. Dort treten die Drittplatzierten gegen die Sechstplatzierten und die Viertplatzierten gegen die Fünftplatzierten der Parallelgruppe an. Eine gute Platzierung ist also wichtig für eine gute Ausganglage in den Playoffs.
Schon am kommenden Sonntag steht das Rückspiel gegen die Montenegrinerinnen in der Gruppenphase an. Die Gruppenphase endet am 21. Februar.