Zurück
Auch Tage nach dem tragischen Tod von Jesús de Miguel ist der Fußball noch immer erschüttert. Nach einem viel zu heftigen Einsteigen von Torhüter Jesús Owono im Spiel zwischen dem FC Andorra und CD Teneriffa erlag der Stürmer seinen Verletzungen am Montag im Krankenhaus. Seitdem wird Owono auf Social Media wüst beschimpft und rassistisch angefeindet, auch zahlreiche Experten kritisieren den Keeper scharf.
Innerhalb kürzester Zeit gibt es nach dem tragischen Unfall in Owono deshalb ein zweites Opfer. Der 25-Jährige hat sich übereinstimmenden Berichten zufolge in seinem Haus verschanzt und von der Außenwelt abgeschnitten, spricht mit niemandem. Außerdem hat er seinen Trainer bei Äquatorialguinea gebeten, ihn für die anstehenden Länderspiele nicht zu nominieren. Owono drohen laut der ‚Mundo Deportivo‘ acht bis zwölf Spiele Sperre. Aus Rücksicht auf den tragischen Tod und die Trauernden wurde die endgültige Entscheidung auf die kommende Woche verschoben.
Rúben Amorim steht dieser Tage vor einem Rätsel. Nur fünf Tage nach dem Gala-Auftritt im Derby della Madonnina gegen Double-Sieger Inter Mailand (3:1) haben die Rossoneri gestern Abend im San Siro eine 0:2-Niederlage gegen Ferencvaros Budapest kassiert – und das hochverdient. Die Ungarn dominierten nach Belieben und spielten Milan zeitweise an die Wand.
Entsprechend fiel auch das Fazit der italienischen Presse deutlich aus. Der ‚Corriere dello Sport‘ sah einen „peinlichen“ Auftritt, die ‚Gazzetta dello Sport‘ eine „europäische Katastrophe“. Auch Amorim selbst war nach der Niederlage wütend: „Diesmal kann ich mein Team nicht verteidigen. Es gibt keine Erklärung, es geht nicht um technische Aspekte, sondern um Ehrgeiz und Einstellung“, so der Portugiese bei ‚Sky Italia‘.