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Mit einer Protestaktion sorgen Freiburgs Fans bei Trainer Julian Schuster für große Verärgerung. Der SC-Coach muss gleich viermal auf die eigenen Anhänger einreden.
Das sieht man selten: Freiburgs Trainer Julian Schuster war am Sonntag im Rahmen der Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen (LIVETICKER) hochgradig verärgert von den eigenen Fans. Beim Auswärtsspiel in Leverkusen hatten die mitgereisten Anhänger aus dem Breisgau kurz nach dem Anpfiff der Partie immer wieder Tennisbälle auf das Spielfeld geworfen und somit das Spiel für rund fünf Minuten verzögert.
Schuster ging bereits nach dem ersten Vorfall in Richtung Auswärtsblock und tat sein Unverständnis kund, doch bei den Fans schien das nicht für ein Umdenken zu sorgen. In den darauffolgenden Minuten wurden immer wieder vereinzelt Tennisbälle auf das Spielfeld geworfen – und Schusters Ärger wuchs zunehmend an.
Insgesamt viermal lief Freiburgs Trainer in Richtung des Gästeblocks, um auf die eigenen Fans einzureden. Mit jedem neuen Versuch wuchs die Wut in ihm sichtbar an. Hintergrund der Aktion ist ein Protest gegen Materialverbote für mitgebrachte Fan-Utensilien. „Fankultur eingeschränkt = Spielbetrieb unterbrochen – gegen Materialverbote“, stand auf einem Banner in der Kurve der Freiburger.
In Leverkusen werde „die Fankultur wiederkehrend mit Füßen getreten“, schrieben die Freiburger Ultras in einer Begründung am Sonntag: „So auch heute – u.a. mit dem kollektiven Verbot von Fahnen und Doppelhaltern.“ Man wünsche Bayer-Geschäftsführer Fernando Carro „und seinem gesamten Team baldige Einsicht“.
Im Anschluss gab es dann für die Freiburger Fans Grund zum Jubel. Derry Scherhant sorgte für die frühe SC-Führung gegen die Werkself (14.). Den Ausgleich erzielte kurz danach Ibrahim Maza (19.).
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)