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Heute ein Sieg in Wien, dann ist Alexander Zverev am Montag die neue Nummer eins der Tennis-Welt. Der Deutsche hat sich den Triumph nach seinem Superjahr verdient. Und doch ist die Siegbilanz sehr ungewöhnlich.
Alexander Zverev musste auf dem Weg zur Nummer eins im laufenden Jahr bisher erst drei Siege gegen Top-10-Gegner einfahren (Taylor Fritz in Wimbledon, Alex de Minaur in Shanghai sowie Ben Shelton im US-Open-Finale).
Zum Vergleich: Die Weltranglistenersten zum Ende der vergangenen 16 Jahre – von Novak Djokovic bis Carlos Alcaraz – sammelten zwischen neun und 31 Erfolgen gegen Spieler aus den Top 10.
Zwar profitierte Zverev in dieser Saison spürbar davon, dass seine Haupt-Konkurrenten Jannik Sinner und Carlos Alcaraz lange verletzt ausfielen und auch sonst blieben ihm Duelle mit Spielern der absoluten Weltklasse weitestgehend erspart, doch am Ende gilt im Profisport: Man kann nur den schlagen, der auf der anderen Seite des Netzes steht. Bedeutet: Zverev hat sich den vermeintlich leichten Weg zur Nummer eins nicht ausgesucht.
Zudem bekommt der Deutsche in den kommenden Wochen wohl noch viele Chancen, seine Ausnahmeform auch gegen die Elite zu beweisen. Bis zum Jahresende warten auf Zverev noch reichlich Duelle mit der absoluten Weltelite. Allein in Wien müsste er auf dem Weg zum Turniersieg voraussichtlich zwei Spieler aus den Top 10 bezwingen.
Danach folgen das Masters in Paris sowie zum Saisonabschluss die ATP Finals, bei denen traditionell ausschließlich die weltbesten Profis antreten. Allein beim Saisonfinale in Turin sind noch bis zu fünf Siege gegen Top-10-Gegner möglich – die ideale Gelegenheit für Zverev, seine Bilanz in dieser Disziplin stark auszubauen und den Abstand zu seinen Vorgängern zu verkürzen.