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Das ist eine ganz unangenehme Situation für Jessica Pegula. Die Nummer 5 der Tennis-Weltrangliste wurde dabei gefilmt, wie sie mit ihrem Trainer Mark Knowles über Mirra Andrejewa sprach. Mit der russischen Weltnummer 3 hatte sie zuvor als Vorbereitung auf die am Sonntag beginnenden WTA Finals einige Games gespielt. Andrejewa war während des Trainingsspielchens anscheinend 4:0 in Führung.
Pegula missfiel das Verhalten der 19-Jährigen aber offensichtlich. Gegenüber ihrem Trainer bezeichnete sie Andrejewa als «Diva». So habe diese Bälle in Richtung ihrer Trainerin Conchita Martinez geschlagen. «Wenn ich Trainerin wäre und meine Spielerin nach vier grossartigen Games wütend auf mich wäre und Bälle in meine Richtung schlagen würde, würde ich ihr sagen: Du bist 4:0 vorn, halt deine Klappe!», sagte Pegula.
“She’s a diva. She needs to be humbled.” Jessica Pegula gets caught on a hot mic talking shit about Mirra Andreeva. 👀🔥 https://t.co/NKzNxsKjEQ
— Wags 🐳 (@wagsischasing) November 4, 2026
Ein Teil der Konversation zwischen Jessica Pegula und ihrem Trainer Mirra Andrejewa.
Die 32-jährige US-Amerikanerin sagte zudem, dass sie etwas Respekt für Martinez verloren habe. Sie hätte erwartet, dass die Wimbledon-Siegerin von 1994 das Verhalten ihrer Spielerin kritisiere. «Aber sie kann es nicht», schimpft Pegula. Stattdessen würde Martinez gegen Andrejewa sticheln und sie damit zu ihrem Verhalten anstacheln. «Ich glaube, sie ist ein nettes Mädchen», führte Pegula in Bezug auf die aktuelle French-Open-Siegerin aus und fügte an: «Sie muss ein bisschen bescheidener werden.»
Die Konversation zwischen Pegula und Trainer Knowles war eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Dennoch schlug sie in der Tenniswelt hohe Wellen. Sie wurde von der WTA nämlich live auf Youtube übertragen. Das Problem? Die Spielerinnen wussten nicht, dass es einen Livestream von den Trainingsplätzen rund um die in Indian Wells stattfindenden WTA Finals gebe. Deshalb musste sich der Tennisverband nun entschuldigen.
Die WTA gab zu, dass sie die Spielerinnen nicht darüber informiert habe, dass die Gespräche auf dem Platz live übertragen würden. «Wir entschuldigen uns aufrichtig, dass wir unserer Verantwortung nicht gerecht geworden sind», erklärte ein Sprecher. Ab sofort würden die Trainingseinheiten ohne Ton übertragen.
Es ist nicht das erste Mal, dass die ständige Präsenz von Kameras bei der WTA-Tour für Diskussionen sorgt. Coco Gauff ärgerte sich im Januar bei den Australian Open, als sie in den Katakomben dabei gefilmt wurde, wie sie ihren Schläger zertrümmerte. Die US-Amerikanerin ging davon aus, dort nicht beobachtet zu werden. Iga Swiatek sprach später davon, dass die Spielerinnen wie Zootiere behandelt würden.
Nun traf es Pegula, der die ganze Welt in einem vermeintlich privaten Moment zusehen konnte. Die US-Amerikanerin habe sich bei den betreffenden Personen persönlich entschuldigt, erklärte eine Person aus ihrem Camp gegenüber The Athletic. (nih)