Zurück
Debatte um Lennart Karl beim FC Bayern: Nach öffentlichen Botschaften von Uli Hoeneß und Max Eberl reagierte Karl-Berater Michael Ballack. Dessen Aussagen kritisierte nun Bayern-Legende Stefan Effenberg.
„Schlau war es von Ballack nicht, das Fass jetzt wieder aufzumachen, sodass wir hier darüber reden“, stellte Effenberg im „Doppelpass“ auf Sport1 klar. „Das war nicht gut. Er hätte dazu nicht in der Arbeit als Experte etwas sagen sollen, wenn er gleichzeitig auch Berater ist, das ist immer schwierig.“
Alles begann mit einem Interview von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß. „Ich plane, ein ernstes Wort mit ihm zu sprechen. Er ist weit davon entfernt, ein Superstar zu sein. Junge Spieler brauchen Demut. Vergleiche mit Olise tun ihm eindeutig nicht gut, zwischen ihnen liegt immer noch eine Welt der Unterschiede“, erklärte der Bayern-Patron gegenüber der „Welt“.
In der Folge erklärte auch Max Eberl, dass man momentan ein paar Abstriche machen müsse, das aber bei einem jungen Spieler ganz normal sei. Später schaltete sich Ballack in die Diskussion ein. Der Ex-Profi fand die Aussagen der Bayern-Verantwortlichen nicht ganz so angebracht.
„Dass Max Eberl nun, nachdem Lennarts Leistungskurve wieder klar nach oben zeigt, ihm ein sportliches Loch attestiert, geschmückt mit Fehltritten, ist vom Zeitpunkt her unverständlich und inhaltlich zumindest mal zu hinterfragen“, teilte Ballack kürzlich bei Dazn mit.
Die Hoeneß-Aussagen wiederum wollte Effenberg nicht überbewerten: „Dass Uli sowas sagt, ist normal. Das kennen wir von ihm aus den letzten Jahrzehnten.“
Karl selbst will sich nun vor allem auf dem Platz zeigen. Zuletzt war definitiv zu erkennen, dass er mit einem großen Willen unterwegs ist und versucht, sich selbst aus den Formschwankungen zu befreien. Diesen Weg muss er weitergehen.
Von Manuel Behlert