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Zum Auftakt in die EM-Quali gab es für die deutschen Handballer ein 42:32 – und eine Menge Luft nach oben. Zwei Debütanten überzeugen.
Zum Auftakt in die EM-Quali gab es für die deutschen Handballer ein 42:32 – und eine Menge Luft nach oben. Zwei Debütanten überzeugen. Mehrere Schritte vorweg betrat Johannes Golla am Donnerstagabend das Feld der Berliner Uber Arena.
Der Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft stand beim ersten Länderspiel der Saison besonders im Blickpunkt. Nicht nur, weil es der Tag seines 29. Geburtstages war – sondern auch,Jeden Donnerstag alles Wichtige von den Eisbären Berlin – Highlights, News und spannende Einblicke. Öffnen Sie nun Ihr E-Mail-Postfach - hier finden Sie eine E-Mail von uns.
Bestätigen Sie Ihre Anmeldung zum Newsletter, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken. Schon zum Aufwärmen ließ sich von Golla also das Signal interpretieren, dass er trotz all des Trubels um ihn als Spielführer vorangehen würde. Auf dem Platz gelang ihm das allerdings nur in Teilen. Offensiv präsentierte er sich verlässlich mit hundertprozentiger Abschlussquote.
Defensiv vermochte er es aber vor allem im ersten Durchgang zu selten, der von ihm angeführten Abwehrreihe die nötige Intensität zu verleihen. Gegen unterklassige Belgier reichte es für die DHB-Auswahl trotzdem zu einem 42:32 -Erfolg. Nachhaltiger Anlass zur Sorge war die auch allgemein etwas schludrige Abwehrleistung noch nicht, da es mit Blick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft im eigenen Land zunächst vor allem darum ging, gemeinsamen Rhythmus aufzunehmen.
Das gelang gegen den Handballzwerg aus dem Nachbarland vor allem nach der Pause dann noch ein wenig besser. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason hatte aber auch immerhin fast ein halbes Jahr nicht mehr zusammengespielt und erst seit Anfang dieser Woche in Berlin zusammen trainiert. Der Bundestrainer musste sein Team im ersten Durchgang ermahnen, dass das Duell kein Freundschaftsspiel sei und es etwas mehr Physis bedürfe.
Das Hauptstadt-Publikum hatte sich währenddessen schon rund eine halbe Stunde vor Anpfiff das erste Mal in Feierlaune gebracht, weil der DHB die Spielorte der WM 2029 bekanntgab. Dort fungiert Deutschland als Co-Ausrichter von Frankreich. Bei dieser WM im Januar bleibt der Hauptstadt nur die Zuschauerrolle. Doch immerhin gab es die Ouvertüre an diesem Abend, die vor allem dann eine muntere Angelegenheit wurde, wenn die Spieler der heimischen Füchse Berlin in Erscheinung traten.
Vor dem ersten Tor des Linksaußen Tim Freihöfer jubelten die Zuschauer schon, lange bevor er geworfen hatte . Freihöfer wurde vor Anpfiff auch noch für seine Wahl in Europas Team der Saison 2025/26 geehrt – als einziger deutscher Spieler ist er dabei. Für die Leistung am Donnerstag verzückte vor allem Füchse-Keeper Lasse Ludwig die 12.684 Fans in der ausverkauften Uber Arena.
Der 24-Jährige ist eigentlich nur Nummer drei im deutschen Tor, erhielt beim Spiel in seiner Heimat aber den Vorzug vor Andreas Wolff im deutschen Kader und durfte sich im kompletten zweiten Durchgang zeigen. Mit sechs Paraden setzte er punktuelle Akzente. Matthes Langhoff war dritter Berliner im DHB-Kader. Auch er erhielt seine Spielanteile nach der Pause, vor allem in der Defensive.
Sein VereinsteamkollegeAuch in der Offensive haperte es hier und da noch an der Feinabstimmung. Gegen klar unterlegene Belgier reichte es trotzdem immer wieder zu einfachen Durchbrüchen. Vor allem Niklas Theiß brachte bei seiner Länderspielpremiere nach seiner Einwechslung Mitte der ersten Hälfte einen guten Ballfluss, der Linkshänder trug sich auch selbst in die Torschützenliste ein. Dem anderen Debütanten David Móré gelangen ebenfalls seine ersten Länderspieltreffer .
Insgesamt bester Werfer war mit sieben Treffern Marko Grgic, der auf der breit besetzten Position im linken Rückraum den besten Eindruck im DHB-Kader hinterließ. Eine offensivere 3:2:1-Deckung mit Köster auf der Spitze ermöglichte in der Schlussphase noch einige einfache Ballgewinne und schnelle Tore. Für das nächste Länderspiel am Sonntag in der Slowakei , und erst recht die WM im Januar, gibt es dennoch reichlich Luft nach oben.
Der Abend in Berlin fand trotzdem ein fröhliches Ende: mit einer Laola-Welle der Fans und einem gemeinsamen Ständchen für Geburtstagskind Golla. Sie haben vermutlich einen Ad-Blocker aktiviert. Aus diesem Grund können die Funktionen des Podcast-Players eingeschränkt sein. Bitte deaktivieren Sie den Ad-Blocker, um den Podcast hören zu können.