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Regen ist nass, nachts ist es dunkel und der FC Bayern München wird Deutscher Meister – mittlerweile scheint das der logische Schluss einer jeden Bundesligaprognose zu sein. In 13 der vergangenen 14 Saisons reckten die Münchner im Mai die Schale hoch. Die Bajuwaren mit ihrem viel zitierten Festgeldkonto, den immer neuen Mitgliederrekorden und dem Abo auf die Champions League-Teilnahme scheinen der Liga weit enteilt.
Umso niederschmetternder dürfte für die anderen deutschen Großklubs die Verlautbarung des neuesten Deals der Münchner in der vergangenen Woche gewesen sein. Die Viessmann Generations Group ist neuer Gesellschafter des Klubs, erwarb für 250 Millionen Euro knapp 6,7 Prozent der FC Bayern München AG. Der endgültige Hoffnungskiller? Gegenüber der ‚Bild‘ halten die anderen Klubbosse trotzig dagegen.
Fernando Carro, Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, widerspricht klar: „Nein, die nächsten Titel sind nicht zementiert. Bayern hatte schon immer mehr Möglichkeiten als der Rest der Liga. Das muss für uns alle Ansporn sein, den Klub Jahr für Jahr mit allem herauszufordern, was uns zur Verfügung steht.“
Dennoch, regt der Bayer-Boss implizit an, müsse sich die Liga Gedanken machen, wie es in der Zukunft weitergehen soll: „Dieser Deal vergrößert den Abstand weiter. Wir im deutschen Fußball haben uns für das bestehende Modell entschieden. Dann müssen wir auch die Folgen für den Wettbewerb akzeptieren.“
Leverkusen war in der Saison 2023/24 der einzige Verein, der die große Dominanz unterbrechen konnte. RB Leipzig ist genau dafür eigentlich gegründet worden, daher denkt auch Red Bull-Boss Oliver Mintzlaff nicht ans Aufgeben.
„Der FC Bayern verfügt über außergewöhnliche wirtschaftliche Möglichkeiten und stärkt seine Position mit solchen Partnerschaften weiter. Dazu kann man ihnen nur gratulieren und es unterstreicht einmal mehr, was für einen hervorragenden Job sie seit Jahrzehnten machen. Der Deal verändert die Rahmenbedingungen, aber nicht unseren Anspruch“, so Mintzlaff.
Der größte Hoffnungsträger für alle, denen an einem spannenden Meisterschaftskampf gelegen ist, ist seit Jahren nominell Borussia Dortmund. BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke hat Viessmann laut ‚Bild‘ sogar zur Partnerschaft gratuliert. Bei den Schwarz-Gelben wolle man aber vor allem auf sich schauen: „Als Verantwortlicher des BVB mache ich mir zunächst einmal keine Gedanken darüber, was das für den Wettbewerb bedeutet, sondern arbeite an uns, und daran, wie wir als Borussia Dortmund immer besser werden können.“