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Der Trainerwechsel beim SV Wenzenbach scheint verpufft. Die drei Spiele seit der Übernahme von Interimscoach Marco Hackner gingen allesamt verloren – der SVW droht in die Abstiegszone der Fußball-Landesliga Mitte abzurutschen. Um das zu verhindern, müssen im Heimspiel am Sonntag um 16 Uhr gegen den SV Türk Gücü Straubing jedoch dringend Punkte her.
Der Aufsteiger vom Jahnweg ist nach einem tollen Saisonstart mittlerweile in der unteren Tabellenregion angekommen. Seit neun Spielen sind die Wenzenbacher sieglos und verloren die letzten fünf Partien allesamt. Auch Neu-Trainer Marco Hackner gelang es nicht, eine Trendwende einzuleiten. „Es waren schon gute Ansätze dabei. Wir haben Fehler abgestellt und uns spielerisch verbessert. Auswärts hatten wir auch viel Pech, aber wir haben schon das Gefühl, dass es in die richtige Richtung geht“, lautet das Fazit von Wenzenbachs sportlichem Leiter Matthias Beier zu den letzten Spielen.
Er hadert vor allem mit der Verletztensituation: „Die vergangenen Wochen waren wir personell schon arg gebeutelt.“ Auch am Sonntag gestaltet sich die Lage kompliziert: Mittelstürmer Gabriel Novakovic fällt aufgrund eines mehrfachen Bänderrisses bis zum Winter sicher aus – sogar eine Operation steht im Raum. Benedikt Frey und Manuel Fischer sind privat verhindert. Immerhin kehrt Flügelspieler Stephan Sturm aller Wahrscheinlichkeit nach zurück. Ein Fragezeichen steht noch hinter den Einsätzen von Kapitän Andreas Pegoretti, Topscorer Nico Sturm und Mittelfeldmann Justin Meyer.
Gegen Mit-Aufsteiger Straubing will die Hackner-Elf in jedem Fall etwas Zählbares. In der Hinrunde setzte es eine 2:4-Niederlage. Zudem haben die Gäste mit Almir Mesanovic (16 Treffer) den Toptorjäger der Liga in ihren Reihen. „Wir haben im Hinspiel gesehen, dass sie körperlich sehr stark sind, kaum etwas zuließen und einige gute Kicker in ihren Reihen haben“, beschreibt Beier die Straubinger.
Vornbach, Schwandorf-Ettmannsdorf und Bad Kötzting lauten die weiteren Gegner der Wenzenbacher vor der Winterpause. „Das Positive ist, dass wir noch nicht auf einem Relegationsplatz stehen. Wir haben in der Hinrunde gesehen, dass wir gegen diese Mannschaften nicht chancenlos sind. Wir brauchen aber natürlich Punkte, um nach dem Winter nicht schon von Anfang an Druck zu haben“, meint Beier.
Vor der Unterbrechung zum Jahreswechsel wird sich zumindest auf der Trainerbank nichts mehr tun. Ob Marco Hackner auch 2027 das Traineramt übernimmt, oder ein neuer Coach an der Seitenlinie steht, ist noch offen, Matthias Beier verrät: „Bis zum Winter bleibt die Trainersituation, wie sie ist. Danach werden wir uns zusammensetzen und das Ganze bewerten. Es kann in beide Richtungen gehen.“