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Sicherheitsleute sowie Polizeikräfte rennen auf das Spielfeld, während sich die Profis wütend an die Gurgel gehen: Am Montagabend ist das Stadtduell in Istanbul übel entgleist. Eigentlich war das Resultat längst besiegelt. Gegen den Erzrivalen Fenerbahçe setzte sich Galatasaray mit einem 2:1 durch.
Doch unmittelbar nach Spielende brannten sämtliche Sicherungen durch. Überall auf dem Grün formierten sich aufgebrachte Trauben und wilde Handgemenge brachen aus. Erst das Sicherheitspersonal konnte die Streithähne trennen.
Der Zoff deutete sich allerdings bereits in den ersten Augenblicken der Begegnung an. Gerade mal 20 Sekunden waren gespielt, als Fenerbahçe-Profi Romelu Lukaku und Gala-Akteur Abdülkerim Bardakci heftig zusammenrasselten. Sofort entstand das erste große Handgemenge dieser Partie. Dabei blieb es an diesem hitzigen Abend jedoch keineswegs. Das berichtet „bild.de“.
Rein sportlich dominierte der amtierende Titelträger der Türkei das Geschehen zunächst nach Belieben. Überragender Akteur auf dem Platz war der 27-jährige Victor Osimhen. Gleich zweimal netzte der Offensivmann ein. Seinem ersten Streich in Minute 29 ließ er unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff in der 44. Spielminute das zweite Tor zur 2:0-Führung für Galatasaray folgen!
Doch die Gäste von Fenerbahçe steckten keinesfalls auf. Mit einem spektakulären Fallrückzieher sorgte Irfan Kahveci nach 62 Minuten für den 1:2-Anschlusstreffer. Anschließend rührte Galatasaray in der Defensive Beton an und schaukelte den Prestige-Erfolg sicher nach Hause.
Die Szenen nach dem Ende der regulären Spielzeit spotteten dann jeder Beschreibung. Kaum ertönte der letzte Pfiff, prallten der ehemalige Bundesliga-Star Roland Sallai von Galatasaray sowie Fenerbahçes Kerem Aktürkoglu wutentbrannt aufeinander. Zahlreiche Betreuer stürmten von den Bänken aufs Feld, während sich immer weitere Kicker in das Getümmel stürzten. Kurzzeitig wirkte es, als ob ein komplettes Chaos ausbrechen würde. Beide Hauptakteure, Sallai wie auch Aktürkoglu, wurden letztlich mit der Gelben Karte verwarnt.
Doch die Beruhigung hielt nicht: Wenig später knallte es auch auf der gegenüberliegenden Platzhälfte gewaltig. Dort griff sich Fenerbahçe-Profi Archie Brown seinen Gegenspieler Bardakci rücklings an der Kehle und zerrte ihn rabiat auf das Grün. Daraus entwickelte sich sofort eine wüste Rauferei. Der Unparteiische Atilla Karaoglan fackelte nicht lange und stellte die zwei Prügelknaben mit Rot vom Feld.
Im Anschluss suchte Brown die Verantwortung für den Eklat ausschließlich bei der gegnerischen Mannschaft. Diese habe mit schmutzigen Mitteln agiert, behauptete er, während er eine Verletzung am Hals vorführte. Voller Zorn schimpfte er: „Sie ziehen an den Haaren und kratzen wie Frauen.“ Diesen Vorwurf ließ Bardakci keineswegs auf sich sitzen und hielt dagegen: „Wenn Sie das Video ansehen, sehen Sie, wer zuerst angegriffen hat.“
Auch sportlich hatte die Partie Bedeutung: Mit dem Dreier baute Galatasaray seine ungeschlagene Heimserie in der Meisterschaft auf sensationelle 40 Partien hintereinander aus. (red)