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Ralf Schumacher zieht über Colton Herta her: "Hat in der F1 nichts zu suchen"

Colton Herta hat endlich seine Superlizenz für die Formel 1, doch Ralf Schumacher hält den Amerikaner für völlig ungeeignet und teilt heftig gegen ihn aus

(Motorsport-Total.com) - Oberflächlich betrachtet hätte der Freitag in Interlagos für Colton Herta kaum besser laufen können. Der Cadillac-Testfahrer ersetzte im ersten Freien Training zum Grand Prix von Sao Paulo 2026 Sergio Perez, spulte 24 Runden ab und sicherte sich damit den letzten fehlenden Punkt für die FIA-Superlizenz. Formal darf der US-Amerikaner damit 2027 in der Formel 1 starten.

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Für Ralf Schumacher hat Colton Herta keine Zukunft in der Formel 1 Zoom Download

Ralf Schumacher hält davon allerdings gar nichts. Auf die Frage, ob Herta ein Kandidat für das zweite Cadillac-Cockpit neben Perez sei, antwortet der Sky-Experte: "Nur wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag zusammenfallen. Ganz ehrlich, das ist sinnlos. Der verbrennt nur Sprit, um es mit Franz Tost zu sagen. Ich weiß auch gar nicht, was das soll. Da kann man auch andere Leute reinsetzen, junge Leute reinsetzen."

Vor allem Hertas Saison in der Formel 2 hat Schumacher ernüchtert: "Der war in der Formel 2 wirklich so schlecht. Für mich hat er das überhaupt nicht verdient." Sein Fazit fällt deutlich aus: "Ich finde es ja schön, dass man versucht, Amerikaner zu pushen. Aber es muss ja Sinn machen, und der hat in der Formel 1 nichts zu suchen."

Statt Herta würde Schumacher auf junge Fahrer setzen. Als Beispiel nennt er McLaren-Junior Leonardo Fornaroli, der Meister in der Formel 2 und in der Formel 3 geworden ist: "Ein absolut starker Mann." Ansonsten sei die Suche nach dem passenden Partner für Perez aber "sehr, sehr schwierig".

Herta: "Das ist natürlich mein Ziel"

Herta selbst zeigte sich nach dem Training zufrieden. Auf dem Programm standen Runden auf Zeit, um Daten zu sammeln, und am Ende ein Longrun. Probleme habe es keine gegeben. "Jedes Mal, wenn ich ins Auto steige, merke ich, dass die Upgrades funktionieren. Es ist immer ein Schritt in die richtige Richtung", sagt er im Interview mit Sky. "Jedes Mal fühle ich mich wohler, verstehe das Auto etwas besser und kann schneller fahren."

Wie hoch er seine Chancen auf ein Stammcockpit 2027 einschätzt, will Herta nicht beziffern: "Da kann ich keine Prozentzahl nennen. Das ist natürlich mein Ziel, dafür bin ich hier, und dafür gebe ich sehr viel. Ich hoffe, dass es passiert."

Schwierige Saison in der Formel 2

Schumachers Kritik zielt auf einen wunden Punkt. Herta war in die Formel 2 gewechselt, um sich für die Formel 1 zu empfehlen und Superlizenzpunkte zu sammeln. Dort liegt er mit 26 Punkten aber nur auf Platz 19 der Gesamtwertung, ein Sieg oder Podium gelang ihm bislang nicht. Selbst Formel-2-Chef Bruno Michel räumt ein, dass sich Herta schwerer tut als erwartet.

Die Superlizenz holte sich Herta deshalb über einen Umweg: Neben seinen Punkten aus der IndyCar, wo er neun Rennen gewann und 2024 Vizemeister wurde, sammelte er Punkte über seine Freitagseinsätze für Cadillac. (Erklärt: So kurios geht Hertas Superlizenzpunkte-Rechnung!)

Entscheidung bei Cadillac noch offen

Bei Cadillac ist ein Platz für 2027 vergeben: Perez hat seinen Vertrag Ende Oktober bis 2029 verlängert. Ob Valtteri Bottas bleibt, ist dagegen offen. Neben Herta werden weitere Namen gehandelt, George Russell etwa brachte Mercedes-Talent Frederik Vesti ins Spiel.

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Im direkten Vergleich am Freitag in Interlagos fehlten Herta rund neun Zehntelsekunden auf Bottas.

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