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Rund um den Indonesien-GP gab es auch abseits des Renngeschehens reichlich Gesprächsstoff. Neben der immer wieder aufflammenden Debatte zum Thema «Reifenluftdruck» ging es intensiv um den neuen MotoGP-Masterzeitplan , der ab 2027 sowohl ein weiteres Qualifying als auch die Abschaffung der sonntäglichen Warm-up-Session vorsieht.
Wie bereits auf SPEEDWEEK.com berichtet , ging es den Fahrern wie so oft in erster Instanz um den Prozess der Entscheidungsfindung – der letztlich immer ohne die Piloten selbst stattfindet. Hintergrund ist die vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen sportlichem Ausrichter (MotoGP Sports Entertainment Group) sowie den Herstellern und Teams. Geht es nach der MotoGP, so müssen die Interessen der Fahrer über die Teams vorgetragen werden. Einen Zusammenschluss aller GP-Piloten, wie etwa in der Formel 1 (GPDA – Grand Prix Drivers Association), gibt es in der Königsklasse des Zweiradrennsports bis heute nicht.
Und doch existiert ein Forum, welches es den Piloten ermöglicht, direkt an die MotoGP heranzutreten. Bei jedem MotoGP-Event sind die Fahrer eingeladen, die Treffen der offiziellen Sicherheitskommission zu besuchen. Laut MotoGP-Management wird das Angebot zur «Sprechstunde» am Donnerstag mal mehr und mal weniger wahrgenommen, nie aber in organisierter Form.
Ausgelöst durch die holprige Kommunikation an den Helden des Sports vorbei, wurde auch die Gründung einer Interessensvertretung ausgesprochen. Mehr noch, mit Aleix Espargaro fiel auch noch der Name eines möglichen ersten Vorsitzenden einer MotoGP-Fahrervereinigung.
Versehen mit immenser Erfahrung, aktuellem Wissen und gereiftem Charakter wäre Espargaro ein idealer Kandidat für die neue Rolle, so der Tenor im Fahrerlager. Vor seinem Aus im Sprint-Rennen in Mandalika wurde der ältere Espargaro-Bruder mit der Idee konfrontiert. Die Antworten des aktuellen Honda-Testfahrers fielen zweigeteilt aus.
«Für mich wäre es absolut interessant, Vorsitzender eines Verbandes zu sein. So eine Vereinigung wäre sehr wichtig und wird seit langem von vielen Fahrern gefordert», so Espargaro. Doch ob der GP-Veteran die Funktion ausüben könnte, stellt er selbst infrage und verwies auch auf seine Verpflichtungen: «Nach der Verletzung habe ich die Honda sehr vermisst, sowohl was das Fahren als auch die Einbindung in den Entwicklungsprozess des Motorrads angeht. Deshalb möchte ich dieses und das nächste Jahr weiterfahren und Spaß haben. In Zukunft sollte man jedoch niemals nie sagen.»
Aleix Espargaro abschließend: «Für mich ist meine Familie das Wichtigste, und solange ich Testfahrer bin, wird diese Rolle bereits einen Großteil meiner Zeit in Anspruch nehmen, daher könnte ich mir nicht vorstellen, die gesamte Meisterschaft vor Ort zu verfolgen.»