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„Wir haben uns zu viel auf den Gegner eingelassen“ – Erlaa gewinnt in Mariahilf 5:2

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ASK Erlaa Torpedo 03

In der 1. Klasse A hat FC Mariahilf gegen ASK Erlaa Torpedo 03 ein torreiches 2:5 hinnehmen müssen. Aus Sicht der Gäste war es ein Spiel mit klaren Vorteilen, aber auch mit unnötigen Phasen der Unruhe. Johannes Hauser, sportlicher Leiter von Erlaa, sprach nach dem Auswärtssieg davon, dass seine Mannschaft sich zwischenzeitlich „zu viel auf den Gegner eingelassen“ habe, am Ende aber doch davongezogen sei.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Frühe Führung, dann der Ausgleich

Der Beginn lief zunächst genau so an, wie es sich die Gäste vorgestellt hatten. Hauser sagte nach dem Spiel: „Wir hatten am Anfang früh gute Chancen, um in Führung zu gehen. Die haben wir zuerst nicht verwertet, sind dann aber durch einen Doppelschlag in Führung gegangen.“ In Zahlen zeigte sich das wenig später deutlich: Moritz Schulte brachte Erlaa in der 14. Minute in Führung, nur zwei Minuten danach legte Florian Knoth das 0:2 nach. Gerade in dieser Phase hatte Erlaa mehr vom Spiel und wirkte vorne zielstrebig. Danach verlor die Mannschaft laut Hauser aber ihren klaren Faden. „Dann ist uns das Spiel ein bisschen aus der Hand geglitten, weil wir uns auf zu viele Kleinigkeiten beim Gegner eingelassen haben und unser Spiel nicht mehr durchgezogen haben“, erklärte der sportliche Leiter. Mariahilf nutzte das aus, kam durch Metehan Kocakale in der 20. Minute auf 1:2 heran und glich durch Marko Stipic in der 25. Minute zum 2:2 aus. Noch vor der Pause antworteten die Gäste aber wieder, als Mathias Graser in der 43. Minute das 2:3 erzielte.

Viel Qualität nach vorne, aber zu oft vom Weg abgekommen

Gerade diese erste Halbzeit fasste Hauser im Nachhinein als Mischung aus klar erkennbarer Qualität und unnötigem Leerlauf zusammen. „Ich hatte das Gefühl, dass wir über die vollen 90 Minuten die potenziell bessere Mannschaft waren“, sagte er und schob sofort nach, dass seine Mannschaft diese Überlegenheit viel zu selten sauber auf den Platz gebracht habe. Besonders die ersten 15 Minuten und später wieder die Phase gegen Ende gefielen ihm, weil Erlaa dort mit guten Kombinationen nach vorne kam und Tore auch schön herausspielte. Gleichzeitig sparte Hauser trotz des klaren Endstands nicht mit Kritik an der eigenen Leistung. „Es gab definitiv viel Verbesserungspotenzial, weil wir uns einfach zu viel auf den Gegner eingelassen haben“, sagte er. Mariahilf habe das „im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr ordentlich gemacht“, meinte Hauser, der Hauptgrund für die enge Phase bis zur Pause lag für ihn aber nicht in der Stärke des Gegners, sondern darin, dass Erlaa den Gegner immer wieder selbst ins Spiel zurückholte. Entsprechend deutlich formulierte er auch seinen Anspruch: „Es war in unserer Hand, ob wir das Spiel heute gewinnen oder verlieren.“

El Khlief macht spät alles klar

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie laut Hauser immer wieder unruhig. Das spiegelte sich auch darin wider, dass erst spät wieder Tore fielen und rund um die 80. Minute zwei Ausschlüsse zusätzliche Hektik hineinbrachten. Hauser wollte viele strittige Szenen nicht im Detail bewerten, hielt bei einer Situation aber klar fest: „Bei der Szene, in der unser Trainer ausgeschlossen worden ist und auch ein Co-Trainer der gegnerischen Mannschaft, bin ich der Meinung, dass der Schiedsrichter das definitiv falsch bewertet hat.“ Sportlich zog Erlaa die Partie in der Schlussphase dennoch klar auf seine Seite. Abed El Majid El Khlief erhöhte in der 83. Minute auf 2:4 und legte in der 87. Minute noch das 2:5 nach. Genau diese Tore hob Hauser als Schlüsselmomente hervor: „Sehr wichtig war auf jeden Fall das 3:2 und auch das 4:2. Damit war schlussendlich klar, dass das Spiel auf unsere Seite kippt.“ Unter dem Strich stand damit ein Auswärtssieg, der Erlaa mit 16 Punkten im Spitzenfeld der 1. Klasse A hält, auch wenn Hauser nach dem Schlusspfiff genug Themen sah, die seine Mannschaft im nächsten Spiel sauberer lösen muss.

1. Klasse A: Mariahilf : ASK Erlaa Torpedo 03 - 2:5 (2:3)

  • 87

    Abed El Majid El Khlief 2:5

  • 83

    Abed El Majid El Khlief 2:4

  • 43

    Mathias Graser 2:3

  • 25

    Marko Stipic 2:2

  • 20

    Metehan Kocakale 1:2

  • Florian Knoth 0:2

  • Moritz Schulte 0:1

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