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Mark Karmanski ist Trainer von Blau-Weiß Huckarde II. Als er versuchte, zu schlichten, sei er selbst angegriffen worden. „Also, ich habe in diesem Moment einfach nur einen Schlag abbekommen. Ich weiß auch gar nicht, von wem“, schildert er zunächst die Situation. Noch schlimmer hat es jedoch seinen Bruder und Co-Trainer Martin erwischt. DER WESTEN hat mit Mark Karmanski einen Tag nach dem Vorfall an der Provinzialstraße in Bövinghausen gesprochen.
📌 Fünf mögliche Folgen bei Ausschreitungen
Wie die Situation derart eskalieren konnte, kann sich Karmanski im Gespräch mit DER WESTEN selbst nicht ganz erklären. Angefangen habe seiner Erinnerung nach alles damit, dass sich einer seiner Spieler über einen Ball ärgerte, der ins Aus ging. Der Frust habe ihm selbst gegolten, doch ein Gegenspieler bezog die Situation wohl auf sich. „Der Spieler kam und haute ihn auf die Brust“, so der Huckarder Trainer.
Als dieser versucht habe dazwischenzugehen, habe er selbst einen Schlag ins Gesicht bekommen. Von wem, weiß er nicht genau. „Dadurch ist meine Brille kaputtgegangen und ich habe auch ein blaues Auge.“ In dem Moment habe sich sein Bruder Martin eingeschaltet. Wenige Augenblicke später lag er benommen und bewusstlos auf dem Boden.
„Er hat einen Schlag von hinten abbekommen und als er am Boden war, hat der Spieler nochmal vorsätzlich hinterhergetreten. Sowas habe ich noch nie erlebt“, will Karmanski beobachtet haben. Darüber hinaus berichtet er, dass auch andere Spieler erhebliche Blessuren und Verletzungen von der Prügelei davongetragen hätten.
Im Netz kursieren Videos, die zeigen, wie es zu Rudelbildungen kommt und die Spieler gegenseitig aufeinander losgehen. Auch Martin Karmanski ist zu sehen, wie er benommen am Boden liegt. „Ich würde für keinen Spieler gerade die Hand ins Feuer legen und sagen, der hätte nicht zugehauen“, räumt der Huckarde-Coach ein. Innerhalb der Mannschaft und des Vereins wolle man den Sachverhalt nun noch einmal intern besprechen.
Martin Karmanski befinde sich inzwischen wieder zuhause. Laut den Ärzten habe er ein Schädelhirntrauma davongetragen und sei zunächst krankgeschrieben. Und wie geht es ihm knapp 24 Stunden nach dem Vorfall? „Mein Bruder war gestern sehr benommen. Er klagt immer noch über große Schmerzen.“ Karmanski glaubt, den Angreifer identifizieren zu können, und hat Anzeige erstattet.
Lars Kopka von Westfalia Dortmund bedauert den Verlauf der Partie ebenfalls, betonte jedoch gegenüber den „Ruhrnachrichten“, dass ein übles Foul sowie Beleidigungen von Seiten der Gegner vorweggegangen seien. Demzufolge habe auch einer seiner Spieler durch einen Tritt in den Rücken Verletzungen davongetragen. Der Verein wolle ebenfalls Anzeige erstatten. Videoaufnahmen und Aussagen der Zeugen sollen nun Aufschluss bringen. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.