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Nach dem fulminanten Derby-Sieg gegen Inter verliert die AC Milan ihr Heimspiel in der Europa League gegen Ferencváros Budapest. Die italienische Presse zerlegt die Rossoneri dafür, Trainer Amorim zählt die eigenen Spieler an.
Es sind wahrlich wilde Wochen bei der AC Milan: Nach dem berauschenden 3:1-Derbysieg gegen den Stadtrivalen Inter hat es am Donnerstagabend in der Europa League vor eigenem Publikum eine 0:2-Pleite gegen Ferencváros Budapest gesetzt.
Dabei spielte das Team von Trainer Rúben Amorim sogar die letzte Viertelstunde der Partie in Überzahl, doch das änderte nichts an der schmachvollen Niederlage gegen den ungarischen Topklub.
Damit stehen die Mailänder nach vier Spieltagen gerade mal auf dem 28. Rang der Europa-League-Tabelle und wären Stand jetzt mit drei Punkten nicht einmal für die Zwischenrunde qualifiziert. Die italienische Presse rügte die Rossoneri entsprechend deutlich für den schwachen Auftritt.
Der Corriere dello Sport attestierte dem Klub eine „Peinlichkeit“, die Gazzetta dello Sport schrieb von einer „europäischen Katastrophe“ und einem „Donnerstagsalbtraum“, der sich im San Siro zugetragen habe.
Bereits zum dritten Mal in Folge ließ Milan damit auf einen Sieg eine Niederlage folgen. „Es ist ein Mailand, das weiterhin keinen Mittelweg hat: Man lacht herzlich oder weint“, so die Gazzetta weiter, nur um in einem weiteren Artikel die berechtigte Frage zu stellen: „Warum sieht es in der Serie A nach einer Mannschaft aus und im Pokal nach einer viel schlechteren?“
Darauf wusste auch Amorim keine Antwort – ganz im Gegenteil. Nach der Pleite zählte er seine Spieler öffentlich an und übte deutliche Kritik: „Diesmal kann ich mein Team nicht verteidigen“, sagte der Portugiese bei Sky Sport Italia. „Es gibt keine Erklärung, es geht nicht um technische Aspekte, sondern um Ehrgeiz und Einstellung.“
Warum es in der Liga so viel besser laufe als im europäischen Geschäft, wollte der Moderator anschließend wissen: „Wir sind noch nicht bereit zu denken, dass wir auf zwei Ebenen konkurrenzfähig sind, wir müssen in allen Spielen an unseren Ansatz arbeiten, heute Abend gibt es kaum etwas zu sagen“, erwiderte Amorim.
Anschließend stellte er einen Spieler besonders in den Vordergrund: Innenverteidiger Strahinja Pavlovic. „Ich glaube, jeder im Team sollte trainieren wie Pavlovic. Er ist bereit, in jedem Training zu sterben“, befand der Coach.