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250-Millionen-Deal: Kahn erklärt, warum Bayern das Geld dringend braucht
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Der FC Bayern hat mit dem Einstieg von Viessmann einen finanziellen Mega-Deal abgeschlossen. Rund 250 Millionen Euro soll der deutsche Rekordmeister durch den neuen Anteilseigner erhalten haben. Doch wofür benötigen die Münchner das zusätzliche Kapital? Ex-Vorstandschef Oliver Kahn hat sich nun zu der Vereinbarung geäußert und dabei auch die Zukunft von Harry Kane und Michael Olise angesprochen.

Im Fußballtalk „Triple“ bei Sky machte Kahn deutlich, dass er hinter dem Einstieg des neuen Investors keine finanziellen Schwierigkeiten beim FC Bayern vermutet.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass man einen neuen Partner aufgenommen hat, weil es irgendwelche Liquiditätsprobleme oder sonstige Probleme gibt“, erklärte der ehemalige Nationaltorhüter.

Auch eine mögliche Krisensituation schloss der 57-Jährige als Beweggrund aus. Vielmehr sieht Kahn die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern als wichtigen Bestandteil des wirtschaftlichen Erfolgs der Münchner.

Kahn stellt entscheidende Frage zum Bayern-Deal

Für den früheren Bayern-Boss ist vor allem interessant, wie der Rekordmeister die zusätzlichen Millionen künftig einsetzen wird. „Natürlich stellt sich die Frage, wofür das Geld letztendlich verwendet wird. Da gibt es dann immer ein paar Floskeln wie Stärkung der Eigenkapitalbasis und so weiter. Aber interessant wird schon sein, wohin das Geld fließt und ob investiert wird.“

Kahn verwies dabei unter anderem auf den Investitionsbedarf an der Säbener Straße. Die Münchner müssen ihre Infrastruktur kontinuierlich modernisieren, um langfristig mit der europäischen Konkurrenz Schritt halten zu können.

Allerdings sieht der ehemalige Vorstandsvorsitzende noch einen weiteren Bereich, in dem die finanziellen Anforderungen stetig steigen: den Profikader.

„Es wird ganz bestimmt nicht günstiger werden“

Harry Kane, Michael Olise
IMAGO

Besonders die Gehälter internationaler Topstars stellen die europäischen Spitzenklubs vor immer größere Herausforderungen.

Kahn nannte dabei ausdrücklich zwei Leistungsträger des FC Bayern. „Es wird ganz bestimmt nicht günstiger werden, einen Harry Kane zu verlängern oder einen Michael Olise halten zu wollen. Diese Top-Spieler sind in Europa bei absoluten Top-Klubs gefragt, die maximale finanzielle Möglichkeiten haben.“

Gerade mit Blick auf die langfristige Bindung seiner wichtigsten Spieler könnte der Rekordmeister deshalb von zusätzlichen finanziellen Möglichkeiten profitieren.

„Und ich glaube, in dieser Konstellation zusätzliche finanzielle Mittel zu generieren, ist grundsätzlich nichts Verkehrtes“, betonte Kahn.

Ob die Viessmann-Millionen tatsächlich auch für Spielerverträge verwendet werden, ist allerdings offen. Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte zuletzt erklärt, dass die Einnahmen zunächst konservativ angelegt werden und insbesondere für künftige Infrastrukturprojekte vorgesehen sind.

Mit Viessmann verfügt der FC Bayern nun über einen vierten strategischen Anteilseigner neben Adidas, Audi und Allianz. Der FC Bayern e.V. hält weiterhin die Mehrheit von 70 Prozent.

Für Kahn ist der Einstieg deshalb grundsätzlich nachvollziehbar. Die entscheidende Frage bleibt aus seiner Sicht jedoch, wie die Münchner das zusätzliche Kapital langfristig einsetzen.

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