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(Motorsport-Total.com) - Oscar Piastri akzeptiert seine Strafe vom Großen Preis von Mexiko-Stadt für die Kollision mit Arvid Lindblad auf Basis der Formel-1-Fahrerrichtlinien, deutet jedoch an, dass diese Richtlinien für Passagen wie die erste Kurvenkombination in Mexiko angepasst werden müssten.
Oscar Piastri wurde nach eine Kollision mit Arvid Lindblad bestraft Zoom
Der Australier setzte seinen McLaren vor Kurve 1 außen neben Lindblad an, um sich die Innenbahn für die direkt folgende Kurve 2 zu sichern. Beide Fahrer blieben auf ihrer Linie, was zu einer Berührung zwischen Lindblads hinterem linken Rad und Piastris vorderem rechten Rad führte. Der Racing-Bulls-Bolide stieg dadurch auf, schlug in die Mauer am Kurvenausgang ein und schied aus.
Piastri kassierte für den Kontakt eine Zehn-Sekunden-Strafe, die ihn den siebten Platz kostete. Bedingt durch das nachfolgende Safety-Car schob sich das Feld eng zusammen, sodass er letztlich nur auf Rang 13 gewertet wurde.
Er ist der Ansicht, dass Kurven mit unmittelbarem Richtungswechsel die Durchsetzung dieser Richtlinien erschweren. Die Fahrregeln der FIA besagen, dass sich die Vorderachse eines innen fahrenden Autos am Scheitelpunkt mindestens auf Höhe der Spiegel des vorausfahrenden Fahrzeugs befinden muss, um Anspruch auf Raum zu haben.
Bei einem Manöver über die Außenbahn muss die Vorderachse des angreifenden Fahrers hingegen auf gleicher Höhe mit der des verteidigenden Autos liegen.
"Wenn man sich die Richtlinien ansieht, fällt es schwer, gegen die Strafe zu argumentieren", sagt Piastri. "Aber ich denke, dass diese Kurvenkombination in Mexiko genau der Ort ist, an dem die Richtlinien sehr schwierig anzuwenden sind."
"Jede Kurve ist etwas anders, insbesondere jede Kurvenabfolge. Und ja, wenn deine einzige Option zur Vermeidung eines Unfalls darin besteht, die Strecke abzukürzen, bringt dich das nicht gerade in eine gute Position", so der Australier.
"Es ist definitiv eine schwierige Angelegenheit. Ich denke, Arvid hat sehr hart verteidigt. Wenn man die Richtlinien heranzieht, hatte er das Recht dazu. Auf der anderen Seite hatte auch ich das Recht zu versuchen, das Manöver durchzuziehen - bis zu dem Punkt, an dem ich zurückziehen wollte, was genau der Moment der Kollision war."
Im Hinblick auf den anstehenden Großen Preis von Sao Paulo hofft Piastri schlicht auf ein "saubereres" Wochenende bei McLarens Jagd darauf, Platz drei in der Konstrukteursweltmeisterschaft von Red Bull zurückzuerobern.
Das Team war nach Austin hinter Red Bull zurückgefallen; der Rückstand auf den Rennstall aus Milton Keynes ist inzwischen auf 17 Punkte angewachsen.
McLaren bringt für das Rennen in Brasilien einen überarbeiteten Frontflügel an den Start, der bereits in die Entwicklung des Autos für 2027 einfließen soll, um für die Zukunft einen gutmütiger zu fahrenden MCL41 zu bauen.
Piastri hofft, dass die neuen Teile dem aktuellen Boliden ein ausgewogeneres Fahrverhalten verleihen. Beide Piloten hatten zuvor eingeräumt, dass der 2026er-McLaren mit harter Hand gezwungen werden muss, um sein optimales Limit zu erreichen.
"Ich glaube nicht, dass ich irgendetwas Spektakuläres tun muss. Es wäre einfach schön, ein etwas saubereres Wochenende zu haben, das steht fest", erklärt Piastri. "Wir haben an diesem Wochenende ein paar neue Teile am Auto, hoffentlich macht das das Leben ein wenig einfacher. Aber es gibt keinen Grund, krampfhaft einen Befreiungsschlag zu versuchen oder etwas Besonderes zu erzwingen."
"Es geht einfach darum, an den Dingen weiterzuarbeiten, an denen wir kontinuierlich gearbeitet haben, und das Auto - wenn möglich - etwas fahrbarer zu machen. Das ist das größte Ziel, und dann schauen wir, wo wir landen. Es hat keinen Sinn zu versuchen, etwas zu erzwingen, was nicht da ist. Wir nehmen einfach die Pace mit, die wir kriegen können."